Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1846)
Entstehung
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digen! Ueberlaſſen Sie es mir, die unbefleckte Ehre meiner Mutter zu bezeugen!“

„Ach, mein theuerſter Baſil,“ rief Lady Annesley mit einer düſteren Geberde der Muthl oſigkeit,„wer wird Dix glauben? Bei dem Zeugniſſe betheiligt, wie Du es biſt, und ohne Beweismittel, würde der Verſuch nur dazu dienen, die Verachtung und die Verfolgung derjenigen auf Dich zu ziehen, die ſich bisber in den Gränzen der Mäßi⸗ gung gehalten haben. Annesleys haben mir ungeſtört die glückliche Aufgabe berlaſfen, Dein Glück zu gr nden; ich habe nie geklagt, ich bin zufrieden. Sei nun auch D Deinerſeits unterwürfig und zufrieden!a—

„Auſtiedene ſo lange ich weiß, daß ein menſchliches Weſen lebt, das gewagt hat, meine Mutter zu verachten und zu be ſchimpfen! rief Baſil in edlem Unwillen;„nein, nein! Sie ſollen alle ihre Anſchuldigungen widerrufen! Sie ſollen Ihnen die gebührende Stellung mnrntgeden Sie ſollen mich anerkennen! Sie ſollen in Reue und Selbſt⸗ demüthigung Vergebung ſuchen...“

„Mein armer Knabe!“ unterbrach ihn Lady Annesley mit melancholiſchem Lächeln; nich hoffte, die rauhe Schule der Welt habe Dich etwas weniger enthuſiaſtiſch gemacht! Wie willſt Du alles das ins Werk ſetz ten? Durch welchen Einfluß, dic welche Gewalt?“

„Durch den Einfluß der Wahrheit!— Die Sache des Rechts...“

„Die Sache des Rechts!“ unterbrach ihn ſeine Mut⸗ ter wieder;„die Sache des Rechts war für mich in den letzten fünfundzwanzig Jahren eine verlorene Sache! Wenn der Todeskampf meiner Seele, als ich der großen Gefahr der Niederkunft in Wittwenkleidern ausgeſetzt, auf meinen Knien ſchwor, daß ich falſch angeklagt ſei, wenn dieſer Todeskampf die verhärteten Naturen nicht zu überzeugen vermochte, welche Ausſicht iſt denn dafür vorhanden, daß Deine partheiiſche und ununterſtützte Vertheidigung einen günſtigeren Erfolg herbeiführe?“