Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1846)
Entstehung
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ſtellung in der Abſicht, irgend einen unglücklichen Narren zu täuſchen, damit er Ihnen ſeine Hand anbiete, erregt nur meine Verachtung. Wenn Sie nothwendiger Weiſe eine Loge in der Oper haben müſſen, um den jungen Marquis den ganzen Abend, wie den ganzen Morgen hindurch an Ihrer Seite zu haben,— wenn Sie nothwendiger Weiſe eine Reihe glänzender Anzüge beſitzen müſſen, um Ihre Schönheit zu erhöhen und ſich dieſer Frauenknechte zu ver⸗ ſichern,— wenn Sie nothwendiger Weiſe glänzende Equi⸗ pagen haben müſſen, um durch die Stadt zu fliegen, von Wettrennen zu Frühſtücken zu eilen, von Greenwich Par⸗ tieen zu Pic⸗nic's in Ken⸗Wood,(Euer Herrlichkeit bemer⸗ ken, daß ich ziemlich genau mit Ihren Schritten bekannt bin)— ſo mögen Sie dieſelben auf andere Koſten als die meinigen haben. Ich habe kein Geld für die Unterhaltung Ihrer Thorheiten wegzuwerfen.“ 4

Lady Winterfield fuhr auf.— Unerträglich gequält durch die über ſie verhängten Erniedrigungen, war ſie ent⸗ ſchloſſen, der harten Weiſung Abednegos zu gehorchen und anderswo Hülfe zu ſuchen. Aber ach! eine augenblickliche Ueberlegung genügte, ihr in's Gedächtniß zu rufen, daß ſie ſchon geſucht habe, und vergebens, daß ſie keine Hülfs⸗ guelle, keine Hoffnung habe, außer der auf den ungezogenen Rüger ihrer Fehler. Sie unterwarf ſich daher, gelehrig gemacht durch den eiſernen Druck der Noth. In einem Augenblicke bezwang ſie ihr Gemüth und demüthigte ſie ihren Stolz, gleich den Thieren des Feldes durch Entbeh⸗ rungen zahm gemacht.

„Sie ſind ſehr ſtreng gegen mich,“ ſagte ſie in dem artigen und einſchmeichelnden Tone, den niemand beſſer anzunehmen wußte, als ſie, wenn es für ihren Zweck noͤthig war,„doch vielleicht nicht mehr, als ich es verdiene. Aber wenn ich Ihnen verſichere, daß ich völlig zu Grunde ge⸗ richtet bin, wenn Sie darauf beharren, mir dieſe fünf⸗ hundert Pfund zu verweigern, zu Grunde gerichtet, ſowohl an Vermögen als an Ruf....