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„Er hat mehr Geſchäftshäuſer als eines, zwei oder drei,“ antwortete der Vertraute.
„Sagen Sie mir, in welchem ich ihn wahrſcheinlich finden werde, und Ihre Mühe ſoll ſich lohnen,“ erwiederte Baſil Annesley.
Der alte Mann, der mit verächtlicher Betrachtung der ihm von Annesley gegebenen kleinen Münze dageſtan⸗ den war, ſah ihm nun mit einem ſo unternehmenden Blicke in das Geſicht, daß das Verſchwinden ſeines ſchmutzigen Bartes nicht verhehlen konnte, daß er der alte Jude ſei. Er nickte nun bloß vertraulich mit dem Kopfe, um ſein Verſtehen und ſeine Einwilligung zu bezeichnen, wandte den Kopf von Baſils Pferd und ſchritt ihm durch eine Menge enger Gäßchen voran, in welchen eine ſo übel riechende Luft, wie in dem Gefängniſſe eines Miſſethäters herrſchte. 3
Nach Verlauf von zehn Minuten bog er in eine kleine, ſchmutzige Straße ein, welche vermöge der unglei⸗ chen Form der Gebäude das Ende oder der Ausgang ei⸗ ner andexn von bedeutenderer Größe zu ſein ſchien. Dann zog er einen Schlüſſel aus ſeiner Taſche, oͤffnete eine ſchlecht ausſehende, grüne Thüre, an welcher ſich weder ein Klopfer noch eine Glocke befand, kehrte heimlich zu Baſil zurück und nahm die Zuügel ſeines Pferdes wieder.
„Glauben Sie, daß ich meinen Kopf an einem ſo uneinladend ausſehenden Orte, wie dieſer iſt, anrennen werde?“ rief Annesley heftig.„Wie kann ich wiſſen, in welche Art von Diebshöhlen ſie mich verlocken?“
„Diebe ſuchen Sie!“ ſagte der Jude, jedoch in keinem beleidigenden Tone,„die Thüre vor Ihnen, mein Theurer, führt gerade dahin, wo Sie A. O. finden werden. Das iſt Alles!“
Dadurch ſicher gemacht, daß er die Bekanntſchaft des alten Burſchen mit Adednego wußte, entſchloß ſich Baſil, das Abenteuer zu beſtehen. Er wußte, daß ihm allein ſtehend, die meiſten Männer ein Spiel ſeien; und
Der Geldverleiher. I. 4


