Fahnenträger noch in Ihren Händen ſei, indem Sie ſie aus Ihrer Reihe militäriſcher Skizzen genommen und einem theuren Freunde übergeben haben 24
„Und dieſer theure Freund war, wie ich hoffe, ich ſelbſt,“ unterbrach Baſil froͤhlich.
„Aber Sie waren, nein Sie konnten dieſer ſchmutzige alte Jude nicht ſein!“ rief der Künſtler, außer ſich vor Staunen.
„Sie haben mich mehr als einmal in gleicher, un⸗ ſcheinbarer Verkleidung geſehen,“ entgegnete Oſaley ohne Verlegenheit. Vor mehreren Jahren habe ich einen großen Abgrund zwiſchen mir und dem, was Welt genannt wird, eröffnet, und wenn wir es einmal wagen wollen, einen kühnen Schritt zu thun und das Band der Gleichheit um unſere Brüder zu ſchlingen, bedürfen wir der Erregung großen Intereſſes und wahrhaft ſtarker Aufregung, um den leeren Raum auszufüllen. Ich habe lange im Kriege mit der ganzen Welt gelebt, ſo lange als die Menſchen vorausſichtlich meine Feinde waren. Von meinem ſechsten Jahre bis in mein dreißigſtes ertrug ich ihre Ungerechtig⸗ keiten, und während der letzten dreißig Jahre habe ich mich gerächt. Wer aber nur mit einer Hand gegen die Ge⸗ ſellſchaft ficht, muß die Kleider wechſeln, unter welchen er ſeine Waffen führt, und er darf vor keinen Mitteln, vor keinen Maßregeln zurückſchrecken, durch welche er ſeine
Sache fördern kann. Doch für ſolche Erörterungen werden
wir ſpäter Zeit finden. Genug, daß Sie mir verſprechen, meine theure Schweſter auf meinen Empfang vorzube⸗ reiten. Baſil Annesley wird mich von Ihren Erfolgen in Kenntniß ſetzen, oder, noch beſſer, er wird Sie in meine Wohnung begleiten. Den Weg zu der Ihrigen erfuhr ich von ihm, und ich glaube, daß wenige Menſchen mit dem⸗ ſelben beſſer bekannt ſein werden.“
Der junge Soldat erröthete bei dieſer gewagten An⸗ ſpielung.„Ich wußte nicht, daß ich der Adreſſe des Herrn Verelſt gegen Sie erwähnt habe,“ ſprach Baſil.


