Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1846)
Entstehung
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zu gehorchen. Beide haben wir über unſer Unrecht ge⸗ brütet, bis gegenſeitiger Haß erzengt wurde.“

„Wenn er erzeugt wurde, ſo wurde er auf der einen Seite bitter erwiedert; auf der andern bitter bereut,“ ent⸗ gegnete Oſaley, Thränen in den Augen.

„Mein theurer Verelſt!“ rief Baſil Annesley, tief erſchüttert durch das Wahrnehmen einer ſo innigen Rüh⸗ rung eines in den Jahren ſo weit vorgerückten Mannes, „vor einer halben Stunde haben Sie ſich gefreut, Gefühle des Dankes und der Achtung gegen mich auszuſprechen. Wenn ich Ihnen je einen Dienſt geleiſtet habe, wenn Sie wünſchen, Ihren Sinn für Verbindlichkeiten zu bewähren, ſo bitte ich Sie nur, das eine zu thun, jede Erinnerung zu vertilgen, die Hand zu ergreifen, die ich zitternd vor Vegiirde⸗ die Ihrige zu ergreifen, Ihnen entgegengehalten eehe.“

Auf dieſe Aufforderung richtete Verelſt zum erſten⸗ mal ſeine Augen ganz auf ſeinen Schwager; aber weder die Spuren der Zeit und der Sorge, die auf ſeinem ver⸗ welkten Geſichte, an ſeinem gebeugten Körper ſichtbar waren, noch der Ausdruck der Rührung, welche Abednego nicht verbergen konnte, waren im Stande, die Hartnäckig⸗ keit des erzuürnten Gatten zu beſänftigen. Als er jedoch Oſaley's Hand einen Augenblick ſpäter durch Baſil in die ſeinige gelegt ſah, beſtand er nicht mehr auf Zurückwei⸗ ſung derſelben. In einem Augenblicke folgten beide den Einflüſterungen der Natur, welchen ſie ſo lange wider⸗ ſtanden hatten, und die„eiſernen Thränen auf Pluto's Wange“ glichen denen, die jetzt reichlich unter den bor⸗ ſtigen Augenbrauen des A. O. herabfielen.

Baſil wollte ſich in das anſtoßende Zimmer zurück⸗ ziehen, um die beiden Schwäger einer ungeſtörteren gegen⸗ ſeitigen Ergießung zu überlaſſen; Oſaley kam ihm je⸗ doch zuvor.„Nein,“ ſagte er,„Sie ſind wie von unſerm Fleiſche; bleiben Sie und hören Sie Alles! Ich habe keine Geheimniſſe, ich wünſche keine vor Ihnen zu haben.“