Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1846)
Entstehung
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Zweites Kapitel.

O, dieſe garſt'ge Plage Verſetzt dem Herzen ſchmerzhaft faule Wunden. Vane.

Nun war es an Verelſt, die Züge zu verändern, und eine Reihe heftiger Aufregungen wurde plötzlich auf der Phyſiognomie des Malers ſichtbar, der unfähig war, ſich zu verſtellen. Urberraſchung, Aerger, Triumph, Ver⸗ legenheit erhielten abwechſelnd die Oberhand. Thränen traten in ſeine großen, grauen Augen, eine Entſchloſſen⸗ heit lag in den Linien, die den Mund umzogen, der aus⸗ drucksvoller ſich geſtaltete.

Sein Schwager zeigte dagegen nicht die geringſte Aufregung des Gefühls. Herr uüber ſich ſelbſt, abgehär⸗ tet in der Gewohnheit ſich zu verſtellen, blieb Abednegv's Geſicht von den Gefühlen unberührt, die immer ſein Herz ſchwellen mochten. Obgleich er in Kenntniß geſetzt wor⸗ den war, daß Baſil mit Verelſt Geſchäfte habe, hatte er doch auf dem Beſuche beſtanden, und bald wurde es klar, daß dieſer durch die Erwartung herbeigeführt wor⸗ den war, ſeinen Schwager bei ſeinem jungen Freunde zu finden.

Als ſich Verelſt von dem Schrecken erholt hatte, den dieſes ploͤtzliche Eintreten erzeugte, ergriff er, während Oſaley ſeine Hand dem jungen Annesley reichte, der, niedergedrückt und verzweifelnd, kaum für dieſe Art der Begrüßung empfänglich war, ſeinen Hut und ſchickte ſich an, das Zimmer zu verlaſſen; der unwillkommene Gaſt vertrat ihm aber den Weg, ehe er die Thüre erreichen konnte.

„Hoͤren Sie mich, ehe Sie gehen!“ ſagte Oſaley mit feſter Stimme.„Ich fam ausdrücklich zu dem Zwecke