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Kinder leben mogen für die Freuden des Lebens, für die Verſchoͤnerung des Lebens, zum Entzücken Anderer ſo⸗ wohl, als ihrer erfreuten und beglückten Eltern. Nein, nein, keine Verpflichtungen mehr für Salome und Eſther Verelſt!“
Baſil wurde durch das außerordentliche Vergeſſen ſeiner ſelbſt, welches ſich aus allen Berechnungen des alten Mannes kundgab, unausſprechlich gerührt.
„Aber gewiß wird,“ ſagte er, indem er ungerne alle Hoffnung auf ihre künftige Geſellſchaft aufgab,„aber gewiß wird eine ſo außerordentliche Abgeſchiedenheit, wie ſie die jungen Damen in dem Schloſſe erwartet...“
„Nicht beide werden uns Geſellſchaft leiſten,“ ent⸗ gegnete Verelſt ruhig und wenig bedenkend, welche Pein er hiedurch auferlege,„Salome wird mit ihrer Mutter gehen, für jetzt aber wird Eſther auf Beſuch bei Madame Branzini bleiben. Dieſes Alles wurde heute morgens feſt⸗ geſetzt. Der Herzog von San Catalda wollte nichts da⸗ von hören, daß ſie gerade jetzt London verlaſſen; nach ei⸗ nigem Widerſtreben bewilligte ich ihre vereinigten Bitten.“
Baſil hatte die Kraft oder den Muth nicht, die Frage zu ſtellen, die auf ſeinen Lippen ſchwebte:„Sie ſind alſo verſprochen, beſtimmt verſprochen?“
Er vermochte bloß nach einem Stuhle zu wanken und ſeine Hand auf ſein Herz mit dem Bewußtſein zu drücken, daß ſeine heißen Gefühle, ſeine Hoffnungen, ſeine Liebe für immer vernichtet ſeien.
Durch die plötzliche Veränderung ſeiner Züge aufge⸗ ſchreckt, beſtürmte ihn Verelſt mit Fragen über die Be⸗ ſchaffenheit ſeines Zuſtandes, und in demſelben Augenblicke öffnete ſich die Thüre, und unangemeldet erſchien auf der Schwelle die auffallende Figur des A. O.


