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„Sie haben alſo von dem Marquis einen Auftrag erhalten?“ fragte Annesley, um der Unterhaltung eine andere Wendung zu geben.
„Einen Auftrag, der mich entzückt!“ rief der Maler enthuſiaſtiſch,„denn er ſetzt mich in den Stand, meine höchſten Wünſche zu verwirklichen. Ich habe ſeine neue Gallerie in ſeinem Schloſſe im Norden mit Fresken zu ſchmücken; eine Reihe Zeichnungen aus der engliſchen Geſchichte. Darum muß ich ſowohl leſen als malen.“
„Aber bei einer ſolchen Verpflichtung werden Sie gezwungen ſein, Ihre ganze Familie aus der Stadt zu entfernen,“ rief Baſil in einem beſtürzten Tone, indem er ſeine ganz neu gebauten Luftſchlöſſer in einem Momente zuſammenſtürzen ſah.„Unter ſolchen Umſtänden wird Ihnen Geld nothwendig ſein, ehe Sie die Ihnen gebüh⸗ rende Bezahlung erhalten, und ich bitte Sie daher drin⸗ gend, als ein Freund, dem Sie Verpflichtungen auferlegt haben, und der folglich einen Anſpruch darauf hat, Ihnen zuerſt Gegendienſte zu leiſten, die Noten zurückzunehmen, die Sie mir aufgedrungen haben. In Zukunft, wenn Sie reich geworden ſein werden, wie es Ihnen nicht fehlen kann, ſollen Sie mir dieſes Geld zurückbezahlen. Ich verſichere Ihnen, daß es ein Werk der Liebe ſein wird, es aufzubewahren; denn es wird faſt ein Jahr ver⸗ gehen, bis ich es dem A. O., von dem ich es ohne Zin⸗ ſen entlehnte, zurückzubezahlen habe, und in der Zwiſchen⸗ zeit würde es müßig in meiner Hand liegen, mich viel⸗ leicht in tauſend Gefahren bringen. Es könnte mich ver⸗ leiten, ein Verſchwender, ein Spieler, ein Geck, der Himmel weiß was zu werden! Geld iſt, wie Sie wiſſen, mein theurer Verelſt, das Verderben des menſchlichen Herzens.“
„Dies iſt ein Sprüchwort, von deſſen Wahrheit mich meine eigene Erfahrung nur wenig überzeugt hati“ ſagte der arme Künſtler mit einem bittern Lächeln.„Ihre Ar⸗ gumente, mein theurer Annesley, ſind eben ſo freundlich,


