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„Ich habe dieſes Alles in Ihren Töchtern geſehen,“ bemerkte Baſil.
„Eſther und Salome ſind liebenswürdige Mädchen, die gehorſamſten Töchter,“ bemerkte Verelſt mit tiefem Gefuͤhle,„aber weder die eine, noch die andere verdient einen Vergleich mit ihrer Mutter zu jener Periode, als
ſie das prachtvolle Haus ihres Vaters verließ, um die
Braut eines deutſchen Künſtlers zu werden, der ihrer Schoͤnheit alle Gedanken einer glühenden Seele weihte, ihr aber nichts zu bieten hatte.... Der Marquis ſetzte mich davon in Kenntniß,“ fügte Verelſt nach einer langen Pauſe bei, während welcher er den Aufruhr ſeiner Gefühle zu bekämpfen ſchien,„daß, ſo groß der Preis war, den Oſa⸗ ley für meine Esmeralda bezahlte, er ihm das Doppelte, jedoch vergeblich, hiefür geboten habe. Ich kann nicht anders denken, als daß Abednego, trotz ſeiner ſcheinbaren Gleichgültigkeit gegen ſeine Schweſter, nicht haben will, daß ihr Portrait in die Hände eines Fremden übergehe.“
„Dies kann ſchwerlich der Fall geweſen ſein,“ erwie⸗ derte Baſil, im Gegentheile muß es der innere Werth des Gemäldes, den er in der Ausführung deſſelben erkannte, geweſen ſein, der ihn ſo beharrlich machte; denn aus ſeiner eigenen Hand und als ein freiwilliges Geſchenk erhielt ich dieſe Copie.
Während er dieſes ſagte, zog Baſil aus ſeinem Bu⸗ ſen, wo ſie Tag und Nacht ruhte, ſeine Email⸗Copie Esmeralda's hervor.
„Was ſoll das heißen?“ rief der erſtaunte Verelſt, indem er bei dem erſten Anblicke des Miniaturgemäldes dieſes als nichts anderes, als ein Porträt ſeiner Frau betrachtete.„Sagen Sie, was ſoll das heißen? Dieſes
Bild meiner armen Rachael in Ihren Händen!“
Die Erklärungen, welche die Aufregung Verelſt's nothwendig machte, erweckte in Baſil Annesley das Be⸗ wußtſein ſeiner Unklugheit. Es war unmöglich, ſeine


