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klärung und Unwiiſſenheit; Kberalität und Vorurtheil; Zärtlichkeit und Brutalität! Wie kann ich dieſes Alles vereinigen?“
„Hat denn während des vertrauten Umgangs, den Sie mit ihm gehabt zu haben ſcheinen,“ fragte der Künſt⸗ ler,„hat denn Oſaley das Intereſſe nicht bemerkt, welches Sie an dem Fortgange meiner Beſchäftigung nehmen, hat er nichts von den Banden des Bluts merken laſſen, welche ihn mit meinem Weibe verknüpfen?“
„Nie, auch nicht im geringſten Grade!“ rief Baſil Annesley.„Doch, ietzt fällt es mir bei; ich erinnere mich, daß ich ihn von Ihrer Lage als armer Künſtler ſprechen hörte; ein Beweis, daß die unglückliche Lage ſeiner Schwe⸗ ſter ihm vollſtändig bekannt ſein mußte.“
„Erſt ſeit einigen Wochen,“ bemerkte Verelſt;„wir kannten ſeine ſociale Stellung in dieſem Lande nicht, und da ſie ſeine Abneigung kannte und ſich fürchtete, ihn zu weitern Verfolgungen zu veranlaſſen, hatte meine Gattin nicht den Muth, ſich an ihn mit Vorſtellungen hinſichtlich unſerer hülfloſen Lage zu wenden. Es war derſelbe Ge⸗ mäldehändler, deſſen Schurkerei die Beranlaſſung meiner Bekanntſchaft mit dem Marquis von.... wurde, von dem ich bereits Aufträge erhalten habe, die meine Staffelei für mehrere Jahre vollkommen in Anſpruch nehmen und mir eine Bezahlung zuſichern, die meine enthuſiaſtiſchen Erwar⸗ tungen uͤberſteigt, es war alſo derſelbe Gemäldehändler, der mir Veranlaſſung zu der Annahme gab, daß eines meiner Gemälde, eine Zeichnung nach Victor Hugo's „Notre Dame,“ in die Hände des reichen Bruders meiner Frau gefallen ſei. Eben damals kannte ich ſeinen Aufent⸗ halt nicht, und wußte auch nichts von ſeinem Reichthume und deſſen Folgen. Ja, ich glaubte ihn von ſeinem hohen Standpunkte herabgeſtürzt, bis ich geſtern bei meinem edlen Patrone von ſeinem Glücke hörte. Seine Herrlich⸗ ett ſtellte ſich, als ſie dieſen Morgen bei der Frühſtück⸗ tafel gegen mich den erleuchteten Patron der Künſte, dem
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