bemerkte Bafil,„ſetzt mich in den Stand, Sie ohne wei⸗ tern Scrupel zu benachrichtigen, daß ich einigen perſön⸗ lichen Unannehmlichkeiten bei Bezahlung der zu Ihren Gunſten acceptirten Wechſel ausgeſetzt geweſen ware, wenn ich nicht die Summe durch Hülfe eines gemeinen Wuche⸗ rers, den ich für einen Juden hielt und bloß nach ſeinem üblen Rufe in der Welt, unter dem ſchimpflichen Namen des A. O. kannte, erhalten hätte.“
„Und dieſen Unannehmlichkeiten, dieſem Wagniſſe ſetz⸗ ten Sie ſich ſo großmüthig aus!“ rief der Künſtler, ſeine Hand ergreifend und alles Intereſſe an der ſeine Familie unmittelbar betreffenden Enthüllung bei der Entdeckung bei Seite ſetzend, welcher Art ſeine Verpflichtung gegen Baſil ſei.„Thor, der ich war! Wie wenig, wie ſo gar wenig erkannte ich die Wahrheit. Ich dachte mir, daß Sie mich vermöge des Ueberfluſſes eines bedeutenden Vermögens unterſtützen, und ich war dankbar. Aber, daß Sie wegen uns die Schande eines Bruderliederlichs, die Sorgen eines Verſchwenders auf ſich genommen; daß Sie gezwungen waren, in Berührung mit dem Nichtswürdigen, mit dem Erniedrigten zu treten.... ach, Baſil, o, Herr Annes⸗ ley, das ergreift mich unausſprechlich!“
Und da er in dem Geſichte ſeines Freundes den Aus⸗ druck der Rührung, die der ſeinigen gleich kam, erkannte, warf ſich Verelſt, der ſeinen Gefühlen keinen Zwang mehr anthun konnte, auf Annesley's Schuller und weinte wie ein Kind.
„Und wir glaubten, Sie falſch zu finden!“ ſtammelte der Künſtler, indem er ſein Haupt nach einigen Momen⸗
ten verzehrender Aufregung erhob.„Wir durften es wagen,
Sie zu verdammen, Sie hochmüthig zu nennen, wir konn⸗ ten Sie im Verdachte haben, uns beleidigen und kränken zu wollen!“
„Nein, Sie konnten gewiß nicht ſo ungerecht ſein!“ rief Baſil, indem er ſich aus der Umarmung losmachte. „Ihre Frau. Ihre Töchter...“


