Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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dar— das Erzeugniß Ihres Pinſels ſei, und obwohl ich geſtehen muß, bei dem Kaufe das Opfer meiner eigenen Ignoranz geweſen zu ſein, und den Betrug niemand erfah⸗ ren hat, ſo ärgert es mich doch ſehr, wenn ich daran denke, daß von dem Preiſe, den ich dafür bezahlte, nicht der zehnte Theil in die Hände des bewunderungswürdigen Künſtlers gekommen ſei, von dem es geſchaffen wurde.“

„Nicht der zwanzigſte Theil!“ entgegnete Verelſt lächelnd.„Ich denke nur zu ſehr noch an das Gemälde; ich hatte große Hoffnungen darauf gebaut, war aber ge⸗ zwungen, durch die Noth meiner Familie gezwungen, daſſelbe um eine augenblickliche Hülfe von einer Zehnpfund⸗ note zu verkaufen.“

„Zehn Pfund!“ erwiederte der Fremde, die Achſeln zuckend.„Der Schurke, der Räuber! Ich hatte viel mit ihm zu kämpfen, bis ich es zuletzt noch um die fünf⸗ hundert Guineen bekam, die er anfänglich forderte. Ich habe viele andere Gemälde von ihm zu hohen Preiſen ge⸗ kauft, von welchen Sie vielleicht den wahren Urſprung angeben können, von dem ich nun zu ahnen beginne, daß er genügenden Mißcredit auf meine Kennerſchaft werfe. Aus dieſem Grunde habe ich eifrige Anſtrengungen ge⸗ macht, Ihre Wohnung zu entdecken, Sir. Ich komme, um Sie zu bitten, mir die Ehre eines Beſuchs meiner Sammlung zu ſchenken, und ich möchte Sie auch gerne verleiten, dieſe zwei ſchönen Gemälde, die ich da ſehe, mit⸗ zubringen, wenn nicht der Preis, welchen Sie hiefür for⸗ dern, meine Kräfte überſteigt.“

Indem der artige Mann ſo ſprach, fing er an, die beiden Gemälde mit Aufmerkſamkeit und Intereffe zu be⸗ trachten, auf welche der getäuſchte Künſtler längſt keinen Stolz mehr ſetzte, hinſichtlich derer er die Hoffnung auf einen vortheilhaften Verkauf ſchon lange aufgegeben hatte.

„Ich rühmte einſt dieſe Werke, wie ein parteiiſcher Mann nur zu bereit iſt, ſein Lieblingswerk zu rühmen;“

Der Geldyerleiher. 1. 19