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muthigen, die bloß mit Enttäuſchung und Gewiſſensbiſſen
enden könne.
So war der Stand der Dinge, ſo der monotone Ver⸗ lauf ihres Lebens, der in keinem Zuſammenhange mit den
Ereigniſſen des Tags, auch nicht einmal durch das Leſen der Zeitungen, das zufällige in dem Hauſe des neapolita⸗ niſchen Conſuls ausgenommen, war, als eines Morgens,
während der Künſtler in Gedanken vertieft vor einer friſch
aufgeſpannten Leinwand ſtand, auf welcher er mit großer Begeiſterung die Skizze eines neuen hiſtoriſchen Gemäldes begann, jemand ihn durch einen leichten Schlag auf die Schulter aus ſeinen Träumen weckte. Er fand, daß ein Fremder hinter ihm ſtehe, ein Mann von einfachem, aber edlem Aeußern, der, ohne von dem Künſtler bemerkt zu werden, durch die Magd in das Zimmer geführt worden war, weil er vorgeſchützt hatte, mit dem Künſtler wegen eines Geſchäfts ſprechen zu müſſen.
„Ich glaube das Vergnügen zu haben, Herrn Verelſt zu ſprechen,“ ſagte er.„Ich habe mehr Schwierigkeiten
gehabt, ihn aufzufinden, als es mit einem Maler der Fall ſein ſollte, der ſolche Werke ſchafft, wie die, die ich um
mich ſehe.“ 3
Als der Mann ſo ſprach, blickte er auf die beiden Gemälde aus dem Nibelungen Liede, welche immer noch den ihnen angewieſenen mißgünſtigen Platz an der Wand einnahmen. Der arme, einfache Künſtler, der vermöge der Abgeſchiedenheit ſeines Lebens immer weniger Welt⸗ mann wurde, fühlte ſich durch die Komplimente, die ein Mann mit ſo feinen Manieren an ihn richtete, ſo verwirrt, daß er voll Verlegenheit ihn anblickte, wie wenn er er⸗ forſchen wolle, ob er nicht das Opfer einer Myſtifica⸗ tion ſei.
basc habe Grund zu der Vermuthung, daß ein Ge⸗ mälde, welches ich vor einem Jahre ungefähr von einem Gemäldehändler Namens Stubbs kaufte, und zwar als ein Werk Pouſſin's,— es ſtellt die Hochzeit von Kanaan


