ihm ſchrecklich unangenehm, unter den verſammelten Men⸗ ſchen das ihm nun unter den verſchiedenen Vermummungen bekannte Geſicht, ſei es in dem ſchmutzigen Gewande eines Schacherjuden, oder ſtattlich und gentlemäniſch unter den anerkannten Kunſtkennern zu finden. Die meiſten der Letz⸗ tern waren gegenwärtig, hatten entweder ihr Glas in der Hand, oder ihre Brillen auf der Naſe, und beſchäftigten ſich damit, Mängel an den Kunſtwerken zu entdecken, oder Irrthümer des Catalogs aufzufinden und dabei das
„Gemälde zu erhaſchen, auf welches ſie Abſichten hatten.
Bleiche Herzoge, deren Gallerien bereits übervoll waren; emporgekommene Millionäre, die ihren Weg, weltliche Auszeichnung zu erlangen, erkauften; Landbaronets, die eine faſhionable Verſteigerung als einen unerläßlichen Be⸗ ſtandtheil ihrer Londoner Saiſon betrachteten; einige wenige wirkliche Liebhaber, um die Unwiſſenheit Anderer zu be⸗ nützen und, wenn ſich Gelegenheit darbot, ein Meiſterwerk um den Preis einer Copie zu kaufen; und eine noch viel mehr beſchränkte Zahl ſolcher, die im Wege der Mitſſtei⸗ gerung einen Gegenſtand um einen zu hohen Preis kauf⸗ ten, um ein Capital ſicher anzulegen. Solche Perſo⸗ nen waren alſo anweſend und in dem Verhältniſſe von zehn zu eins der gewoͤhnliche Auctions⸗Poͤbel, Gemälde⸗ händler, Mäckler, Juden, Taſchendiebe, nebſt der gehörigen Anzahl unbedeutender Müßiggänger, um die Hitze zu ver⸗ mehren und die Verwirrung der Scene zu vergrößern. Zwei von Verelſt's Gemälden waren ausgeboten wor⸗ den, ehe Baſil in die Gallerie eintrat, und ſoviel er von den Händlern um ihn her hören konnte, waren ſie zu hohen Preiſen abgegangen; das eine als ein Baroccia, das andere als ein Annibale Carracci an einen Gentleman, der un⸗ längſt ein ungeheures Vermögen geerbt hatte und ſich auf Koſten von zwanzigtauſend Pfund jährlich zum Herrn von Gemalden, Racepferden und zum Gegenſtande deß öffent⸗ lichen Gelächters machte. Die Schlachtſtücke waren gerade daran, ausgeboten


