256
ran.„Ich ſetzte voraus, daß Herr Abednego Oſaley mit ihm verwandt ſei.“
„Meines Herrn Name iſt Abednego Oſaley, Sir,“ entgegnete der Hausmeiſter, der ſichtbar unwillig über ein ſo langes Befragen an einem ſo kalten Tage wurde, denn der kalte Wind hatte bereits einen guten Theil Puder von ſeiner großen, weißen Perrücke entführt.
„Zu welcher Stunde iſt Herr Oſaley wahrſcheinlich zu Hauſe zu treffen?“ fragte der entzückte Baſil.
„Das kann ich Ihnen wirklich nicht ſagen, Sir. Die Zeit ſeiner Rückkehr aus der City iſt ſehr unbeſtimmt.“
Baſil fühlte das Verlangen, eine Frage zu wagen, welches beſondere Geſchäft, oder welcher Beruf ihn ge⸗ woͤhnlich nach der City führe; aber da er keinen Vorwand für ſolch eine unbemeſſene Neugierde hatte, ſo hielt er es für das Beſte zu ſagen, daß er wiederkommen werde, und weg zu gehen. Er ließ den würdevollen Hausmeiſter in der Ueberzeugung zurück, daß er aus ſeinem nachmittägi⸗ gen Schlummer in der Speiſekammer, oder wahrſchein⸗ licher vor dem Feuer des Speiſezimmers, hinter einem Schirme und den Morning Herald in der Hand, wegen einer ſo unbedeutenden Sache und durch einen wahrhaft verdächtigen jungen Gentleman aufgeſchreckt worden ſei.
Inzwiſchen hatte Baſil kaum die Ecke der Straße erreicht, als an ihm in einem eifrigen Paſſe ein einfacher, aber ſchöner Wagen vorüberfuhr, zu welchem er in Arling⸗ ton⸗Street ſchwerlich ſeine Augen erhoben haben würde, der aber in der Nachbarſchaft von Ruſſell⸗Square etwas von ariſtokratiſchem Ausſehen annahm. Als er auf denſelben blickte, ſah er wie im Fluge einen Kopf darin, von wel⸗ chem er geſchworen haben würde, daß es der des A. O. ſei, wenn nicht die Unmöglichkeit hievon zu klar geweſen wäre.—.
„Das Geſicht des alten Mannes ſpukt in meinem Kopfe!“ ſagte er, über ſeine Thorheit ärgerlich.„Gleich Sir Thomas Browne, als er über die Kreuzpflanzung
88
4


