Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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rief Abednego.„Ich habe Ihnen etwas zu ſagen. Ich habe Ihnen ein Geſchenk zu machen.“

Ich bedarf keiner Geſchenke!“ entgegnete Baſil, auf der Stelle aufſtehend und zum Weggehen ſich anſchickend. „Ich habe nie ein Geſchenk angenommen, ausgenommen von einem Verwandten oder Freunde.“

„Von den erſteren, mein armer Baſil, fürchte ich, daß Ihre Geſchenke gering genug ausgefallen ſind!“ rief Abednego mit einem ſo familiären Tone, daß derſelbe den Unwillen ſeines Gefährten zu ſteigern ſchien. Was aber die letztere betrifft, ſo ſchmeichle ich mir, daß ich einen eben ſo gerechten Titel auf dieſen Namen habe, wie ſolche lockere Dinge, wie Wilberton oder Maitland.“

„Dieſe ſind meine Kameraden, nicht meine Freunde!“ ſiel der junge Annesley ein.

„Wie kommt es denn aber, daß Sie von dem letz⸗ tern das Siegel nehmen, mit welchem Sie täglich Ihre Briefe ſiegeln? fragte Abednego, indem er den jungen Annesley im Auge behielteund ſich an ſeinem unbeſchreib⸗ lichen Staunen über dieſe bis ins Kleinſte gehende Kennt⸗ niſſe ſeiner Privatangelegenheiten ergötzte.

„Aber nichts mehr davon! Ich will Ihnen meine Wohlthaten nicht aafdringen. Ich theile keine Jaspis⸗ Siegel mit, und ich glaube, daß mir jeden Tag der Herzog von San Catalda hundert Dukaten für das Miniaturge⸗ mälde geben wird, welches ich an Sie verſchenken wollte. Guten Morgen!

Bei der bloßen Erwähnung des Namens des Herzogs von San Catalda wurde die Aufmerkſamkeit Bafil's ge⸗ feſſelt. Er war um eine Ausrede verlegen, ſich wieder zu ſetzen und erwartete eine Gelegenheit, um die Unterhaltung wieder anzuknüpfen.

„Ich vergaß Ihnen zu ſagen, Sir,“ ſprach er, daß unter den Bewerbern um die Miethe des Hauſes in Greek⸗ Street ein Gemäldehändler iſt, der in der Nachbarſchaft wohnt.“ 1 3

Der Geldverleiher. 1. 1 16