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„zuletzt wurde da der Werth dieſes Wechſels in Empfang genommen? Sie paſſen nicht für mich zu dem Zwecke, um einen andern wucherlichen Vertrag zu bemänteln. Betrügen Sie mich nicht, junger Herr, denn vermöge meiner Bekanntſchaft mit der Geldwelt habe ich die Mit⸗ tel, die Wahrheit bis auf eine Guinee zu erforſchen.“
„Ich habe keine Luſt, Sie zu betrugen, Herr Abed⸗ nego Oſaley,“ verſetzte der junge Annesley mit einer ge⸗ wiſſen Würde.„Aber ich kam auch nicht hieher, um einen Rathgeber zu ſuchen, und noch viel weniger bin ich erfreut, einen Beichtvater in einem Geſchäftsmanne zu finden. Der Zweck, zu welchem ich dieſe Summe fordere, geht Sie ſo wenig an als es mich angeht, auf welche Weiſe Sie das erlangt haben, was Sie in den Stand ſetzt, Andere zu unterſtützen. Ich fordere daher, daß Sie ebenſo diseret gegen mich ſeien.“
Es iſt auch durchaus nicht an Ihnen, zu fragen,“ erwiederte der ſonderbare Mann, indem er fortfuhr, ſeine Papiere zu unterſuchen und ſie ſorgfältig zu ordnen, wäh⸗ rend er dieſes ſprach.„Das wird Ihnen ohne eine Frage beantwortet. Die Welt hat ſtereotypiſirte Erklärungen für Sie. Jedermann weiß, daß der Geldverleiher ein Jude, der Jude ein Wucherer, der Wucherer ein Verbre⸗ cher in den Augen des Geſetzes iſt. Chriſtus trieb die Geldwechsler aus ſeinem Tempel, der Menſch treibt ſie aus ſeinen Tribunalen. Der geldverleihende Jude iſt einer von denen, die ihr Vermoͤgen durch Betrug und Erpreſſung erworben haben müſſen, die ihr Leben als ein Seeräuber, ein Taſchendieb, ein Leichendieb,*) ein Mörder, was weiß ich noch weiter zugebracht haben müſſen, auf deſſen Haupt Alles gewälzt wird. Er kann nicht anders als mit Mühe den Händen des Henkers entwiſcht ſein! Er kann nicht
*) Resurrection man, welcher die Leichen aus den Gräbern ſtiehlt, um ſie den Anatomen zu verkaufen.
Anm. d. Ueberſ.


