Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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„Aber ich bin überzeugt, daß er Sie zuletzt bezahlte?“ fragte Baſil, der mit den Verhältniſſen der Familie ſeines Vaters zu wenig bekannt war, um irgend eine ſolche Anſchuldigung widerlegen zu können.

„Mit ſeinem Leben! Er ſtarb im Gefängniſſe, indem er mich, den Gläubiger, auf ſeine vermögensloſen Erben anwies.“

Es iſt ſchwer zu ſagen, ob in der Weiſe, auf die Gefährdung ſeines Intereſſes anzuſpielen, mehr ein Tri⸗ umph oder ein Aerger lag. 4

„Aber ich, der ich jung und zahlungsfähig bin,“ fuhr Baſil fort,„ich habe nicht im Sinne, Sie zu be⸗ trügen, weder lebend noch im Tode. Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort als Gentleman, daß...“

„Das Ehrenwort eines Gentleman hat keinen Werth und ſollte bei einer Unterhandlung über einen Darlehens⸗ vertrag gar nicht erwähnt werden,“ unterbrach ihn der Jude.„Das Geſchäft zwiſchen uns iſt eine einfache Spe⸗ culation. Sie brauchen Geld, und ich habe es Ihnen unter den für mich möglichſt vortheilhaften Bedingungen zu geben. Ich muß daher entweder genügende Sicherheit und ſchöne Zinſen bekommen, oder, wenn keine Sicher⸗ heit, ſolche Zinſen, die mich verleiten kͤnnen, der Gefahr mich auszuſetzen.“

„Ich habe Ihnen bereits die letzte Alternative ange⸗ boten,“ ſagte Baſil kurz.

„Es ſind mir zweihundert Pfund Intereſſen von Männern, die ſich in Noth befanden, angeboten worden,“ entgegnete der Geldverleiher, die Lippen zuſammenziehend, „und noch dazu ohne den Köder ausgeworfen zu haben. Das bloße Verſprechen eines Fremden iſt gerade ſein Gold⸗ gewicht nicht werth. Zuerſt, Herr Annesley, haben Sie eben ſo an die Bezahlung der Intereſſen Ihrer Schuld gedacht, als an die Koſten der Lebensverſicherungs⸗Police?“ fragte der practiſche Jude.