Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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Geld haben?“ fragte der Wucherer mit verächtlicher Miiene. 4

„Ich kann doch wohl eine Verſicherung meines Le⸗ bens bewirken und Ihnen die Police überweiſen?“ fragte Bafil mit weniger zuverſichtlicher Stimme:

„Sie ſind in der That ſehr frühe mit den Hülfs⸗ mitteln eines in Verlegenheit befindlichen Mannes bekannt geworden!“ murmelte der Jude, der ſich immer noch nicht umwandte und augenſcheinlich in das Ordnen der Papiere auf ſeinem Arbeitstiſche vertieft war.

„Ich wurde von einem Kameraden davon in Kennt⸗ niß geſetzt, daß dieſes die Art war, auf welche Sie ein ähnliches Geſchäft mit ihm ſelbſt abmachten;“ entgegnete Baſil mit ſteigender Verlegenheit.

„Capitän Blencowe, nicht wahr?— Ja, ich er⸗ innere mich. Es iſt indeſſen ſchon ſechs Jahre. Ihr Freund hat ein gutes Gedächtniß und ich auch; und ich räume ein, daß er ſeine Schuld wie ein Gentleman in⸗ nerhalb des feſtgeſetzten Termins bezahlte.“

Es ſollte mich freuen, Ihnen zu beweiſen, daß Sie in mir einen eben ſo ehrenwerthen Clienten erhalten wür⸗ den,“ bemerkte Baſil mit einiger Zuverſicht.

„Der Wille wird nicht fehlen, aber ich zweifle an den Mitteln. Der junge Blencowe gehört einer reichen Familie an. Ich weiß, mit wem ich es zu thun habe. Wenn Sie mich täuſchen würden, ſo könnte ich die ganze Familie Annesley in Daumenſchrauben ſtecken, ohne für

Sie eine Zehnpfundnote herauszupreſſen. Leute von mei⸗ nem Geſchäfte, Sir, ſind gezwungen, einen ganz genauen Tarif über das Vermögen und das Gewiſſen derer zu führen, welche mit ihnen in Geſchäftsberührungen kom⸗ men. Ich hatte einen Ihrer Verwandten, einen von den Yorkſhire Annesley's, zwei Jahre auf meine Koſten in

der Kings Bench.“*)

) Schuldgefängniß. Anm. d. Ueb.