Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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„Sie ſind, wie ich glaube, erſt kürzlich in die Gre⸗ nadiergarde eingetreten?“ ſagte er zu Annesley, ohne ſich umzuwenden.

„Ich diene erſt ſeit einem Jahre im Heere.“

„Und während dieſes kurzen Zeitraums haben Sie ſich dieſe Verlegenheit ſelbſt zugezogen?“

„Vieles trägt dazu bei, die Sache zwanzigmal ſchlimmer darzuſtellen, als ſie wirklich iſt!“ entgegnete Baſil, als ſei er nicht entſchloſſen, durch den Blick eines Fremden ſich niederſchlagen zu laſſen.

„Doch nicht für den wohlerzogenen Sohn einer Mut⸗ ter in beſchränkten Verhältniſſen, entgegnete der inſolente Jude, der mit einem vollſtändigen Durchblicken der Lage ſeines neuen Clienten begabt ſchien.

„Ich habe mich an Sie, Sir, als an einen Geld⸗ verleiher, nicht als einen Rathgeber gewendet,“ ſagte „Baſil in hohem Tone und nun ſeiner Seits ſich erhebend.

Mein Bedürfniß kann kurz auseinander geſetzt werden. Ich bin, wie Sie zu wiſſen ſcheinen, der einzige Sohn des verſtorbenen Sir Bernhard Annesley. Ich habe die Summe von dreihunde t fünfzig Pfund unumgänglich noth⸗ wendig. Mein Jahrgehalt von dreihundert...“

„Sie ſetzt Ihnen alſo dreihundert jährlich aus? Das iſt zu viell Zu viel für ſie zum Geben, zu viel für Sie zum Empfangen!“ murmelte der Jude in einem unbe⸗ ſtimmten Tone, der jedoch dem Ohr des jungen Annesley auch nicht um eine Silbe entging.

„Ich bemerkte Ihnen, daß mein Jahresgehalt von dreihundert und meine Gage, fuhr Baſil, auf dieſe Un⸗ terbrechung nicht merkend, fort,„mich in den Stand ſetzen, Sie in monatlichen Raten zu bezahlen und Kapital ſowohl als Zinſen in den nächſten zwei und einem halben Jahre abzutragen.“

„Und wenn Sie, junger Mann, in der Zviſchenzeit ſterben ſollten, welche Sicherheit würde ich für mein

Der Geldverleiher. I. 4