Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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borgenſten Gedanken ſeines Geſellſchafters zu durchblicken ſchienen.„Indeſſen iſt Vorſicht nicht der Vater des Ver⸗ trauens. Sie kommen in der Hoffnung zu mir, meine Kaſſe ſich öffnen zu ſehen, und Sie wollen dieſes Ge⸗ ſchäft mit geſchloſſenen Lippen und mit noch verſchloſſene⸗ rem Herzen abmachen. Ein Beruf, wie der meinige iſt, zwingt zu einem gewiſſen Grade von Geheimniß; aber wenn einmal ein Geſchäft bvona fide angefangen wird, dann muß Alles klar, Alles Wahrheit, Tageslicht ſein. Ich habe Ihnen geſagt, daß ich mich Abednego Oſaley nenne. Ich bitte Sie nun um die Gefälligkeit, mir Ih⸗ ren Namen zu ſagen.

Baſil zoͤgerte noch. Er konnte die Schande nicht er⸗ tragen, ſeinen angeborenen ehrenwerthen Namen in die Regiſter eines Juden eingetragen zu ſehen.

„Sie werden die Güte haben, ſich zu erinnern,“ fuhr der Geldverleiher fort,„daß zwiſchen uns kein gül⸗ tiger Akt zu Stande kommen kann, wenn nicht das Ge⸗ ſchäft unter unſern wirklichen Namen geſchloſſen wird. Wenn Sie alſo Anſtand nehmen, mir den Ihrigen an⸗ zuvertrauen, ſo hat die Unterredung bereits zu lange ge⸗ dauert.“

Da der aufgeregte Bewerber aus dieſen beſtimmten Worten erkannte, daß der hartnäckige Jude bereit ſei, ab⸗ zubrechen und ihn fortzuſchicken, murmelte er mit dumpfer Stimme:

„Mein Name, Sir, iſt Annesley.“

Annesley?“ wiederholte der Geldverleiher, als ob es ihm nöthig ſcheine, daß der Name mehr betont werde.

„Baſil Annesley!“

Der Jude ſprang eilig von ſeinem Sitze auf und be⸗ ſchäftigte ſich einige Augenblicke lang damit, daß er ſich über die Papiere auf ſeinem offenen Schreibtiſche hin⸗ beugte, als ob er Schreibmaterialien ſuche, die ihn in den Stand ſetzten, Noten zu dem Geſchafte mit ſeinem neuen Clienten zu machen.

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