Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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Nachdem er dieſen Brief durchleſen hatte, dankte er Gott, daß er nicht ſeinem erſten Gedanken gefolgt war, ſeiner Mutter ſeine Verlegenheit zu geſtehen; er beſchloß nun, mit verdoppelter Emſigkeit den Geldverleiher zu ver⸗ olgen. ſa Während ſeines Aufenthalts in London hatte er ohne Zweifel Greck⸗Street, Soho, fünfzigmal durchſchritten, ohne etwas mehr wahrzunehmen, als daß es die gewöhn⸗ lichen zwei Reihen langweiliger unbedeutender Backſtein⸗ Häuſer enthalte, welche den Straßen in England eigen ſind, die bloß durch die Verſchiedenheit der Aſſecuranzta⸗ feln— des Phönixr oder der Sonne— ſich unterſchie⸗ den, oder durch das intereſſante F. P., welches auf ihren Feuerpflöcken prangt.

Aber jetzt ſchien ihm jedes Haus mit Verſtand be⸗ gabt. Ihre Glas⸗ oder Specereihändler⸗Läden waren nicht wie die Läden anderer Glas⸗ und Specereihändler, und als er nur noch einige Thüren von der durch A. O. bezeichneten Nummer entfernt war, begann er die Häuſer zu zählen⸗ um ſich ſo früher mit der äußern Umgebung des Geldver leihers vertraut zu machen. 3

Es war eines jener viereckigen, geräumigen Häuſer, welche immer anzeigen, daß Soho ein faſhionables Quartier der Stadt in jener Zeit war, wo die höhern Klaſſen von einem plötzlichen Schrecken vor der Ungeſundheit der Ufer des Fluſſes, welche zur Zeit der Regierung des zwei⸗ ten Jakob ihr Lieblingsaufenthalt war, erfaßt, ſich ſo viel als möglich vor dem Einfluſſe dieſes Miasma flüchteten. Aber ſo geräumig das beſagte Haus war, ſo ſah es doch beinahe eben ſo unfreundlich aus, wie die Höhle in Pauls⸗ Street. Die Fenſter ſeiner Front waren durch Läden ge⸗ ſchloſſen, und der Anſtrich derſelben war aller Wahrſchein⸗ lichkeit nach ſo alt als das Gebäude, wenn anders ihre Beſchaffenheit durch die viereckigen Scheiben erkannt wer⸗ den konnte, die mit einem vieljährigen Schmutze ſo bedeckt waren, daß irgend ein fliegander Saamen in dem Schmutze