Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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An mehr als einem Fenſter befand ſich ein kümmer⸗ liches Geranium, deſſen irdener Topf in einem zerbrochenen Unterſetzteller ſtand, den der mit ſchwerer Arbeit beſchäf⸗ tigte Bewohner nicht bemerkte oder zu entfernen überſah; an einigen war ein Vogelkäfich, nicht unachtſam ausge⸗ ſtellt, aber ohne Vogel. Der Canarienvogel, deſſen früherer Bewohner, war längſt geſtorben, und der Kafich war auf das Fenſtergeſimſe geſtellt worden, um aus dem Wege zu ſein.

In ſolch' einer Nachbarſchaft ſchien eine Frau mehr als ein gewöhnlicher fruchtbarer Traubenſtock zu ſein; Kinder irrten in der Straße umher, vielleicht, weil ſie, gleich dem Vogelkäfich, zur Thüre hinaus geſchickt worden waren, um Platz zu machen; auf mancher Thürtreppe ſtand die von Schmutz ſtarrende, zwölfjährige Schweſter und ver⸗ richtete die Dienſte einer Wärterin bei einem von Schmutz ſtarrenden Kinde von zwölf Monaten, welches ſie mehr in der Hoffnung ſchaukelte, ſich ſelbſt warm zu machen, als dem ſchreienden Kinde zu Liebe.

Baſil Annesley wandte ſich unwillig ab; aber wenn er nicht immer noch überzeugt geweſen wäre, daß Paulet Street der Ort ſei, ſo würde er nicht einen Augenblick Plänger in dieſen uneinladenden Räumen geblieben ſein. In einer ſolchen Straße iſt das Vorüberfahren einer Equipage etwas Unbekanntes, und ſogar Karren ſcheinen ihr loͤcheriges Pflaſter zu ſchonen. Der Schubkarren des Katzenfängers oder des Meſſerſchleifers war das einzige Gerumpel von Rädern, welches in dieſen elenden Wänden bekannt war. Ein Fleiſcherjunge mit einer Mulde, oder eine Milchfrau mit ihren Eimern war an dieſem Platze ein angenehmer Zwiſchenfall und bewies, daß die Bewohner ihre Abwechs⸗ lung an Speiſe und Behaglichkeit hatten. Aber ach, als wenn ihre Zeit nicht mehr werth wäre, als die Zeit der Reichen und Eiteln, waren ſie gezwungen, nach dieſen ge⸗ wöhnlichen Lebensmitteln auszugehen, welche pünktlich an die Thüren der Wohlhabenden gebracht werden. Die mehr