Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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„Ich glaube, ich werde am beſten thun, wenn ich es aufgebe,“ murmelte er, die Achſel zuckend, nachdem er eine Menge von Straßen betrachtet hatte, deren Namen ſeinem Gedächtniſſe fremd waren.„Wie konnte ich ein ſolcher Eſel ſein, mit einem Dokumente von ſo großer Bedeutung ſo leichtſinnig umzugehen. Wäre es einer der Briefe Eſther's geweſen, ſo würde ich in mein Zimmer zurückgeeilt ſein, und ihn in meinem Pulte verwahrt ha⸗ ben, ehe ich wegging.

In dieſem Augenblicke ſchlug er ſeine Augen zum Himmel auf, um ſich über ſeine eigene Unaufmerkſamkeit zu wundern, und da leuchtete ihm von der nächſten Kreuz⸗ ſtraße ein Name entgegen, welcher ſeine Wangen mit einer Röthe überfluthete:„Paulet Street!“ Wiltſhire bei Seite! Er hatte es gefunden!

Doch nein; das Ding war unmöglich. Die Straße, in welche er nun eilenden Schrittes ging, konnte der Auf⸗ enthaltsort eines Mannes, wie des berüchtigten und ge⸗ fürchteten A. O. nicht ſein. Es war eine jener elenden Ausgänge, die in den Vorſtädten Londons im Ueberfluſſe vorhanden ſind, und nicht verdienen, einen Theil der Hauptſtadt auszumachen; es war eine Straße, in wel⸗ cher die beiden erſten Häuſer zu drei Stockwerken auf⸗ ſtrebten, die folgenden zu zwei, die übrigen aber von dieſer Regel ſo abwichen, daß von mehreren die Dächer bis zu den Köpfen der Vorübergehenden herabreichten.

Dieſe lang geſuchte Paulet Street beſtand aus Häu⸗ ſern, deren Front in der Regel nur ein Fenſter hatte, und die erbärmlich ausſahen; die Hausthüre war faſt ſo breit als das Haus, und das Sprachfenſter, welches dicht an jener war und theilweiſe durch einen zerſchlitzten, mißfar⸗ bigen Vorhang bedeckt wurde, enthielt viereckige Papier⸗ ſtücke, auf welchen entweder, Quartiere für einzelne Männer,“ auf andern:„hier wird gewaſchen,“ oder:„man ſucht ein Kind für eine„Amme,“ oder:„gereinigte Lighorn⸗Mützen ſind hier zu erfragen,“ geſchrieben ſtand.