Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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digkeit, als freie Wahl ſie beſtimmt habe, eine Einſiedelei aus ihrem Aufenthaltsorte zu machen.

„All mein Sehnen, all mein Ehrgeiz, theurer Baſil,“ ſagte ſie, iſt auf Dein Fortkommen im Leben gerichtet. Mein Schickſal war ein trauriges. Ich wurde gegen meine Neigung verheirathet. Deines Vaters Familie cabalirte gegen mich ſo lange er lebte und verließ mich nach ſeinem Tode; indeſſen verboten mir die Umſtände, ihr Anerbieten abzulehnen, Helene zu adoptiren. Mein Glück beruhte auf Dir, Baſil, mein Troſt warſt Du, für Dich lebte ich, für Dich hoffe ich, und ich bin glücklich. Wenn Du auch manchmal geglaubt haben magſt, daß es mir an Zärtlichkeit fehle, ſo warſt Du mir doch ſtets ſo theuer, daß ich Deinen Verluſt nicht überlebt hätte, un⸗ möglich hätte überleben können. An Deinem Wohle hängt meine ganze Eriſtenz. Werde, was ich von Dir erwarte, ein Mann, ein Mann von Ehre, ein kluger Mann, den die Welt achtet, und meine alten Tage mögen ſich dann vielleicht noch des Friedens und der Ehre erfreuen, welche meiner Jugend verſagt wurden. Aber ſtrauchelſt Du auf dem Pfade, durch Deine eigene Schuld, dann werde ich in der That eine verlaſſene Wittwe werden.“

Eine herzliche Umarmung beſiegelte den zwiſchen bei⸗ den geſchloſſenen Vertrag, Baſil verſprach ſich noch lange, ihn heilig zu halten und vor ſeinem Abgange nach London machte ihn die arme Lady Annesley wiederholt darauf aufmerkſam, daß ſie, bloß ein lebenslängliches Einkommen beſitzend, nicht im Stande ſein würde, ihm Unterſtützung zu gewähren, wenn er ſich in Schulden ſtürzen ſollte.

„Denke,“ ſagte ſie zu ihm bei ſeiner Abreiſe,„denke, theurer Baſil, wie groß die Traurigkeit, die Verzweiflung dieſes kleinen, ſtillen Haushalts, über welchen die Jahre ruhig und unbemerkt hingingen, ſein würde, wenn Dich ein Unglück betreffen ſollte. Leite Dein Betragen, mein theurer Sohn, gemäß der Ueberzeugung, daß Deine Schande Deiner Mutter den Tod geben würde.“