Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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mir erfahren hatte, an welchem ich von der Fürſtin getrennt worden war, machte er ſich auf der Stelle auf, um perſönliche Nachforſchungen anzuſtellen.

Durch Elend und Müdigkeit erſchöpft, war ich in der That ſehr übel aufgelegt, als ich den beleidigenden Ton vernahm, mit welchem Herr von Tcherbatoff und andere Perſonen im Dienſte Eurer Excellenz meine Aufklärungen beantworteten. So ſehr erzürnten mich die bitteren Bemerkungen derſelben über meine unglück⸗ liche Ida, daß ich, als gegen Abend Graf Erloff nicht bloß ohne Nachricht von der Vermißten, vielmehr mit der Kunde zurückkehrte, daß die Hauptſtadt in einem ſolchen Zuſtande ſei, daß die Sache des Königs für verloren gehalten werden müſſe, ſeine Einladung, ihn nach dem Hotel de Vaudreuil zu begleiten, auf der Stelle annahm, allein aus dem Grunde, um von hier aus unſeré künftigen Nachforſchungen gemeinſchaftlich anſtellen zu können. Die Traurigkeit, die Verzweiflung dieſes hochbegabten jungen Mannes war die des treu⸗ ſten und zärtlichſten Bruders, als er die furchtbaren Scenen ſchilderte, die er mit angeſehen, und ſich vor⸗ ſtellte, was das Schickſal des unglücklichen Geſchöpfes geweſen ſein könne, welches wir beweinten.

ie Hülfe, vie mir ſeine Anweſenheit gewährte, wurde und leider bald wieder geraubt. Der Graf verließ zu einer frühen Stunde das Hotel, um ſeine Nachforſchungen fortzuſetzen, und von dieſem Augen⸗ blicke an hörte man nichts mehr von ihm.

Wäre ein Unglück ihm zugeſtoßen, hätte die Fürſtin ein Unglück betroffen, ſo müßte einige Nachricht hier⸗ von zuverläſſig in das Geſandtſchaftshotel gelangt ſein. Bertlet, der in dieſem Augenblicke von dort zurückkehrt, bringt die Nachricht von dem vollſtändigen Erfolge der revolutionären Parthei und von der Einſtellung des Kampfes, verſichert aber, daß nicht eine Silbe über den Aufenthalt Ihrer Excellenz oder ihrer beiden Vet⸗ ter zu hören ſei.