alten, ſchnarchenden Bertlet aus ſeinem Schlafe auf⸗ zuwecken. Ich glaube wahrhaftig, daß das Getöſe der Revolution, welches die Stadt in Schrecken ſetzt, die⸗ ſes abgelegene Quartier noch nicht erreicht hat.
Ich hatte noch nicht Zeit, ihn ſelbſt über dieſen Gegenſtand zu befragen, denn alle meine Nachforſchun⸗ gen beſchränkten ſich auf die Familie.
Die Gräfin war in Burgund, Graf Jules war im Dienſte zu St. Cloud; Graf Alfred ohne Zweifel in ſeinem Entreſol am Concordienplatze.
Ich eilte dorthin.
Der Herr Graf war ſeit dieſem Morgen abweſend; ſein Kammerdiener ſchien ſo beſorgt wie ich ſelbſt.
Ich entſchloß mich nun, Alles zu uhe en, in dem Hotel de Rouilly mich zu erkundigen. Aber ich war durch die Anſtrengung und durch den Hunger nach meinem ermüdenden Marſche ſo erſchöpft, daß es ein meine Kräfte faſt überſteigendes Unternehmen war, den Faubourg de Roule erreichen zu wollen. Nicht ein Fiaker war zu haben.
Als ich die porte cochéère endlich erreichte, er⸗ folgte auf mein Klopfen keine Antwort. Ich wieder⸗ holte es zum zweiten⸗, zum drittenmal, da öffnete ſich die Thüre ein wenig, und eine Hand wurde heraus⸗ geſtreckt, als wenn ſie eine Karte oder ſonſt ein be⸗ glaubigtes Zeichen erwarte. Ich hatte keines zu geben, benützte aber die Thürſpalte, um meine Fragen zu ſtellen. Alles was ich von der Antwort verſtehen konnte, war, daß ſich die Familie für dieſe Nacht zur Ruhe begeben habe und daß ſchon viele Wochen ver⸗ ſtrichen ſeien, ſeit die Frau Geſandtin das Hotel be⸗ ſucht habe.
Wüthend vor Mißtrauen auf dieſe Verſicherung, bemerkte ich durch die Oeffnung Lichter in dem Hofe und ein halbes Outzend Wagen und Cabriolets ange⸗ ſpannt in demſelben. Mochte nun die Fürſtin da ſein oder nicht, ich war gewiß, daß eine von Rouilly's ge⸗


