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lichen Dämmerſtunde hieher brachte, und ſie nahm ver⸗ ſchiedene werthvolle Schatullen und ihre perſönliche Dienerſchaft mit ſich. Ehe ſie das Haus verließ, er⸗ theilte ſie Befehle, die im Widerſpruche mit dieſen Erſcheinungen ſtanden, als wenn ſie nämlich blos eine Abendfahrt vorhabe. Sie kehrte jedoch nicht zurück. Die Fürſtin Gallitzin hat uns an Grillen gewöhnt, und ich begnügte mich, dem Nikita zu befehlen, wach zu bleiben und ſie zu jeder Stunde der Nacht einzulaſſen, zu welcher ſie kommen ſollte, wenn ſie auch noch ſo ungewöhnlich ſei.“
„Erſchreckt durch die Aufregung des Volks,“ ſagte ich,„hat ſie ohne Zweifel eine Zufluchtsſtätte in dem Hotel Vaudreuil geſucht!“
Tcherbatoff zuckte die Achſeln.„Es ſcheint mir, daß die Fürſtin eben ſo ſicher und bei weitem anſtän⸗ diger unter bem Dache der ruſſiſchen Geſandtſchaft Sewoynt hätte,“ ſagte der Attaché mit verächtlicher Miene.
„Im Gegentheile, unter ſolchen Umſtänden gewährt Verborgenheit die meiſte Sicherheit.“
„Jedenfalls hat ſie für ſich ſelbſt geſorgt und, cie wir hoffen wollen, klug,“ fügte der Graf bei,„aber ich muß Ihnen nun nothwendiger Weiſe gute Nacht wünſchen. Sollten Sie etwas über die Fürſtin hören, ſo werden Sie mich durch deſſen Mittheilung verpflich⸗ ten. Wir könnten vielleicht von ihr in dem Hötel de Rouilly etwas erfahren,“ ſetzte er lächelnd hinzu. „Aber es wäre weniger als wünſchenswerth, für einen Angeſtellten bei der ruſſiſchen Geſandtſchaft, wenn er in Berbindung mit einer ſolchen Rebellenhöhle geſehen würde.“
Indem ich mir ſelbſt das Recht vorbehielt, Tcher⸗ batoff ſpäter wegen ſeines inſolenten Tons zur Rechen⸗ ſchaft zu ziehen, entfernte ich mich ſchnell, eilte die Treppe hinab und gelangte unter den größten Schwie⸗ rigkeiten hieher. Noch mehr Mühe erforderte es, den


