Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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ich Nachricht über das Befinden ves Fürſten und der Fürſtin Gallitzin zu erhalten.“

„Nikita hat Sie doch gewiß davon in Kenntniß geſetzt, daß der Fürſt in St. Petersburg iſt? Was die Fürſtin betrifft, ſo hoffe ich, daß Sie mir Nachrichten von ihr bringen würden.“

„Ich ſagte Ihnen, daß ich dieſen Augenblick in Paris angekommen bin. Meine Kleider mögen Sie davon überzeugen. Ich ging zu Fuß durch die Stadt, mit den Truppen und mit dem Volke ſtreitend.“

„Sie haben alſo Vaudreuil nicht geſehen?“

„Ich glaubte, er ſei nach Baden, weil er mir dieſe Reiſe vor einer Woche ankündigte.“

„Er mag auf ſeinem Wege dahin ſein, und in dieſem Falle iſt Ihre Excellenz die Gefährtin ſeiner Flucht.“ 5—

In dem Tone Tcherbataff's lag etwas ſo Belei⸗ digendes, daß ich verſucht wurde, ihn niederzuſtoßen.

„Haben Sie ſonſt noch etwas von mir zu wün⸗ ſchen?“ ſagte er kurz.„Wenn nicht, ſo entſchuldigen Sie, wenn ich Sie verlaſſe. Wir ſind gerade in Be⸗ rathung über die ſicherſte Weiſe begriffen, unſere Couriere abzufertigen. Der Pöbel iſt im Beſitze ver Barriéren.“

„Sie werden zuvor die Güte haben, mich in Kennt⸗ niß zu ſetzen, welche Gründe Sie haben, anzunehmen, daß ſich die Fürſtin in Geſellſchaft Vaudreuil's befin⸗ vet, und wann Ihre Excellenz das Haus verlaſſen hat?“ „ Ich bin bereit, Ihnen zu antworten, wenn Sie nicht in dieſem anmaßenden Tone eines Paladins ſpre⸗ chen,“ entgegnete Tcherbatoff kalt;„denn ich habe in

Mitte einer Emeute ſchwerlich Muße für einen Privat⸗

ſtreit, beſonders zu Ehren der Fürſtin Gallitzin. Ich ſelbſt ſah Ihre Excellenz in einen fremden Wagen

ſteigen, den Vaudreuil dieſen Abend zu lhrer, qrwähu

Die Frau des Geſandten. II.