Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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nahm ich donnernde Schüſſe in's Blaue, wie wenn die Inſurrection jeden Augenblick mehr Grund ge⸗ wönne. Zuletzt entſchloß ich mich zu einem zweiten Verſuche, und ich brachte es durch ein beträchtliches Geſchent dahin, daß Nikita meinen Namen Tcherbatoff meldete.

Der Mann ließ mich, nachdem er meinen Auftrag übernommen, in das Thor eintreten, und als ich unter dem Thorwege ſtand, den Duft der Linden⸗ und Oran⸗ genblüthen einathmete, der durch den Thau der Mitter⸗ nacht erfriſcht war, meine Augen auf die Fenſter der Gemächer Ida's heftete, deren Betrachtung vor einem Monate mein Herz mit Gefühlen von ſo ganz anderer Natur erfüllt hatte, da wurde ich von den ſeltſamſten Gefühlen fortgeriſſen.

Der Thürhüter kam mit einer unangenehmen Bot⸗ ſchaft zurück; er hielt noch den Papierſtreifen in der Hand, auf welchen ich meinen Namen geſchrieben hatte. Der Graf beliebte nicht, mich zu ſehen.

Obgleich ich mich der Halsſtarrigkeit eines Por⸗ tiers gefügt hatte, der den erhaltenen Befehlen ge⸗ horchte, ſo hatte ich doch nicht im Sinne, mich von Tcherbatoff ſo behandeln zu laſſen. Ohne eine Sylbe zu erwiedern, nahm ich meinen Weg gerade in das Haus; die Bedienten hatten den Muth nicht, ſich mir zu widerſetzen. In einem Augenblicke war ich in der Kanzlei, wo die ganze Geſandtſchaft, ſo wie verſchie⸗ dene Fremde in ernſter Berathung verſammelt waren.

Tcherbatoff, durch mein Erſcheinen äußerſt betrof⸗ fen, führte mich auf der Stelle in ein anſtoßendes Zimmer.

„Es thut mir leid, daß ich als Eindringling in

Ihre mitternächtlichen Berathungen erſcheine,“ ſagte ich.„M Meine Anweſenheit hier iſt rein perſönlicher Na⸗ tur. In Mitte des Aufruhrs und der Verwirrung, die mich bei meiner Rückkehr nach Paris begrüßten, wünſche