Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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Schwierigkeit, Pferde von Vernon nach St. Denis zu bekommen. Die Straße bot den Anblick einer unun⸗ terbrochenen Reihe von Wagen dar, und auf der letz⸗ ten Poſtſtation fand ich es unmöglich, weiter zu kom⸗ men. Eine Menge von Fuhrwerken ſperrte die Straße, denn es mangelte an Pferden, da die Ställe der Poſt⸗ meiſter für den öffentlichen Dienſt in Beſchlag genom⸗. men worden waren. Unter ſo aufregenden Umſtänden war ein weiterer Verzug unerträglich; ich ließ daher mein Gepäcke zurück und ſetzte meinen Weg nach der Hauptſtadt quer über die Felder fort.

Ich will Sie, meine Mutter, nicht damit aufhal⸗ ten, Ihnen die Aufregung zu ſchildern, in welcher ich, als ich die Barrièren hinter mir hatte, meinen Weg durch das Gewirre des Faubourg St. Denis fortſetzte. In die Topographie von Paris nicht genügend einge⸗ weiht, um den Faubourg St. Germain zu erreichen, ohne in das Geräuſche der Boulevards zu gerathen, fand ich mich, unbewaffnet und ein bloßer Zuſchauer, in der Mitte von Cavalier⸗Chargen und des Aufruhrs einer inſurgirten Bevölkerung. Dreimal wurde ich auf meinem Wege durch Barrikaden aufgehalten, die aus zerbrochenen Wagen, aus Karren, Pkflaſterſteinen und allen den Gegenſtänden gebildet waren, die der impro⸗ viſirte Bürgerkrieg für tauglich hielt.

Zu jeder andern Zeit würde ich es für ſchwer, jja für unmöglich gehalten haben, einer Einmiſchung in einen Kampf zu widerſtehen, der mich ſo wenig an⸗ ging; aber ich wollte Ihr Vaudreuil'ſches Blut nicht beſchimpfen, indem ich mich auf die Seite warf, zu welcher mich meine Sympathie hinzog. Ich ſetzte aber meinen Weg gleich einem Raſenden durch dieſe Gäh⸗ rung fort, durch dieſe ſtedenden Maſſen menſchlicher Hitze, für Freiheiten kämpfend, an welchen ich oder die Meinigen keinen Antheil haben, als den der allge⸗ meinen Verbrüderung der menſchlichen Natur. Ich ſuchte blos zur Unterſtützung der einzigen Perſon zu