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— Achtundſechzigſter Brief. Von dem Grafen Erloff an die Baroneſſe von Rehfeld.
Ich habe Lord Elvinſton verſprochen, Sie zu war⸗ nen, Ihre Briefe an meine Schweſter nach Paris zu adreſſiren, wie er Sie in ſeinem letzten Briefe gebeten. Die Reiſe wurde bei dem erſchreckenden Zuſtande der öffentlichen Ereigniſſe vertagt. Die Reiſe meiner Schweſter nach einem milderen Clima iſt weniger dringend, als daß ſie der Gefahr ausgeſetzt werden dürfte, welche aus einer perſönlichen Aufregung her⸗ vorgehen könnte.
Ich ſchreibe Ihnen aus Amiens, wo ich die Nacht in Folge der Unmöglichkeit zubringen mußte, Poſtpferde oder einen Platz in irgend einem öffentlichen Fuhrwerke zu erhalten. So viele Perſonen reiſen auf der Straße nach England, daß ich mich dieſer ärgerlichen Verzö⸗ gerung unterwerfen mußte. Die Abreiſe des Lords und der Lady Elvinſton wird durch meinen Bericht über den Stand der Dinge in Paris bedingt.
Hotel de Vaudreuil, den 27. Juli 1830.
Ich ſchrieb das Obige, ohne zu bedenken, daß es, wenn ich es auch der Poſt zu Amiens übergeben würde, dennoch nicht vor mir hier ankommen würde. Ich füge dieſe Nachſchrift bei, obwohl ich ſehr im Zwei⸗ fel bin, ob die ausländiſchen Briefpoſten im Stande ſein werden, die Hauptſtadt zu verlaſſen. Als ich mich geſtern mit Poſt derſelben nahte, war jede Stunde des Wegs geeignet, die Aufregung der öffentlichen Stim⸗ mung mehr und mehr zu zeigen. Ich fand die größte


