Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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der Krämer der freien Preſſe viel weiter gehen, als wir jemals glaubten. Du mußt wahrhaftig das Aeu⸗ ßerſte thun, um dieſes Madame mitzutheilen. Sie hat weniger Verſtand als die Andern, iſt aber zugängli⸗ cher. Sprich mit Frau von R., ſprich, mit wem Du nur immer kannſt, wenn er auch nur den geringſten Einfluß auf Polignac hat, und verſichere ihm, daß in der letzten Nacht eine Zuſammenkunft von Deputirten bei Rouilly's war, und daß ſie dieſen Morgen bis zu Tagesanbruch währte.

Dieſe Nachricht iſt aber nicht die einzige Veran⸗ laſſung meines Briefs. Sende mir durch den Ueber⸗ bringer dieſes eine dringende Einladung an die Fürſtin Gallitzin, nach Les Genéts zu eilen. Die meinige reicht nicht hin, um ihre Zweifel zu beſeitigen, oder ſie iſt vielleicht die Veranlaſſung zu dieſen Zweifeln. Ich habe bereits durch die Gouvernante einen Brief ähnlichen Inhalts an unſere Tante beſorgt. Allein zwei Tage müſſen vorübergehen, ehe die Antwort ein⸗ trifft, und die reißende Verwicklung der Ereigniſſe ſchreckt mich auf. Alles, wofür man beſorgt iſt, muß eiligſt aus Paris weggeſchafft werden. Es iſt un⸗ möglich vorauszuſehen, welche Begebenheiten die näch⸗ ſten vier und zwanzig Stunden herbeiführen können.

Die Fürſtin Gallitzin iſt hierin ſo eigenſinnig, wie ich ſie immer fand. Sie iſt nicht zu überreden, auf Vernunft zu hören, oder ſie iſt vielmehr nicht zu überzeugen, daß irgend eine Vernunft über der ihri⸗ gen ſtehe. Sie affectirt eine Art romantiſcher Befrie⸗ digung, den Gefahren ausgeſetzt zu ſein, welchen ſie durch den eiſigen Geſandten bloßgeſtellt worden, und weder meine Vorſtellungen, noch die der alten Moreau können ſie verleiten, ihren Poſten zu verlaſſen. Wie ſie ſagt, erwartet ſie Nachrichten aus Deutſchland, Briefe von Wichtigkeit. So mag ſie denn warten, bis vielleicht die ruſſiſche Geſandtſchaft bei einem Aus⸗ bruche der Volkswuth der Erde gleich gemacht worden