Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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Ja, ich kann ſagen: arme Ida, mein theurer Alfred, ſo hoch und imponirend auch ihre weltliche Stellung iſt, Krieg außen, Krieg innen! Weder in ihrem Her⸗ zen, noch in ihrer Familie kann ihr in der Stunde der Bedrängniß etwas Troſt gewähren! Ich beſorge tauſende von Uebeln für fie, abgeſehen von denen, welche aus der politiſchen Aufregung für ſie hervor⸗ gehen können. Ich fürchte für ſie wegen Rouilly; ich fürchte für ſie wegen Ihrer. Keiner von Euch iſt bei den Eingebungen der Eitelkeit, die Euch zu den Füßen der einen oder der andern, an der Tagesordnung be⸗ findlichen Schönheiten treibt, dafür intereſſirt, ihr beizuſtehen. Ich allein bin es, der ſich ihr freudig als Bruder weihen, mein werthloſes Leben für ihre Sache daran ſetzen will.

Tadeln Sie mich nicht wegen meines Wiederer⸗ ſcheinens auf der Scene, von welcher Sie mich ver⸗ bannt haben. Sich zurückhalten, wäre eine Uebung im Selbſtbeherrſchen geweſen, die ſchwerlich von dem unbändigen Barbaren erwartet werden kann, deſſen raſtloſe Natur Sie ſo treu geſchildert haben.

Sechsundſechszigſter Brief.

Von dem Grafen Alfred de Vaudreuil in Paris an den Grafen Jules in St. Cloud.

Den 26. Juli 1830.

Ich verliere keinen Augenblick, um Dir mitzu⸗ theilen, daß ich nach einer langen Unterredung mit der ſchönen Ida, während welcher ich ſechsmal mehr aus ihr herauszubringen wußte, als ſie ſelbſt glaubte, verrathen zu haben, überzeugt bin, daß die Projekte