Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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Volk erhält erſt ſpät Kenntniß von dem Wechſel der königlichen Gunſt, und Ihre Excellenz, obgleich unter königlicher Ungnade ſchmachtend, könnte leicht, vermöge ihrer Bekanntſchaft mit den Vaudreuil's, für eine Parteigängerin der abſoluten Gewalt gehalten werden. Der Weg, welchen Graf Jules de Vaudreuil ohnlängſt in der Kammer einſchlug, machte ihn zu einem beſon⸗ deren Gegenſtande des Volkshaſſes.

„Es liegt nichts daran, was aus mir wird!“ iſt der fortwährende Ausruf der Fürſtin.„Kein Menſch ſorgt für mich; nie hat je ein Menſch für mich geſorgt! Laßt es mir zum Troſte gereichen, daß meine zeitige mrund Marguerite vor einer Reiſe hieher bewahrt at. 41

Ich hoffe, gnädige Frau, daß Sie die Abſicht meines Briefes im Voraus erkannt, die Bitte beher⸗ zigt haben, daß Sie eine gleiche Sorgfalt für die Tochter des Barons von Rehfeld hegen werden. Wenn Sie ſchreiben und ihr eine Zufluchtsſtätte anbieten, ſo wird ſie dieſelbe wahrſcheinlich dankbar annehmen. Ich bitte Sie daher dringend, keine Zeit zu verlieren, und Ihre Zuſchrift an ſie zu richten, hiebei aber Ihrer Excellenz meine Mittheilung vorzuenthalten. Empfan⸗ gen Sie inzwiſchen, gnädige Frau, die Verſicherungen meiner ehrfurchtsvollen Ergebenheit.

Fünfundſechszigſter Brief.

Von dem Grafen Erloff zu Dover an den Grafen Alfred de Vaudreuil in Paris.

Laſſen Sie, mein theurer Alfred, für mich ein Nachtquartier bexreiten, denn faſt zu gleicher Zeit mit dieſem Briefe werde ich in Paris eintreffen. In Lon⸗