2¹12 zurückzugehen. Dieſe Betrachtungen ſind für uns beide
unbefriedigend. Genug, daß das Getümmel und die Strenge der Welt mich dahin geführt haben, die Freu⸗ den einer friedlichen Unabhängigkeit ſchätzen zu lernen. Ich erwarte Ihre Antwort ängſtlich. Die zehn Tage welche verſtreichen müſſen, ehe ich ſie erhalte, werden mir endlos ſcheinen!
Vierundſechszigſter Brief.
Von Mademoiſelle Thereſe Moreau in Paris an die Gräfin Auguſte von Vaudreuil in Burgund.
Den 25. Juli 1830.
Bei dem Mangel irgend einer bevorzugten Ver⸗ wandten der Fürſtin Gallitzin, und durch die kritiſche Lage, in der ſie ſich befindet, tief gebeugt, ſchreibe ich ohne ihr Wiſſen, ohne ihre Erlaubniß an Sie, gnä⸗ dige Frau, um die Hülfe der Mutter der Gemahlin ihres Vaters anzurufen.
Die Verbindung zwiſchen der ruſſiſchen Geſandt⸗ ſchaft und dem Hotel de Vaudreuil wurde auf eine ſo unglückliche Weiſe durch den Unfall des Grafen Erloff geſtört, daß ich es für wahrſcheinlich halte, daß Sie von der plötzlichen Abreiſe des Fürſten Gallitzin nach St. Petersburg keine Kenntniß erhalten haben, daß Sie nicht wiſſen, daß ſein Geſchäft, welches mit der gegenwärtigen politiſchen Kriſis in Verbindung ſteht, von ſo dringender Beſchaffenheit iſt, daß er von ſeiner Familie nicht begleitet werden konnte. Die Fürſtin iſt daher allein in Paris, wo die Unzufriedenheit des Volkes eine ſolche Höhe erreicht, daß die wenigen an⸗


