Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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geſtern in ihrer Caleſche auf der Strelen⸗Straße mit einer Haube geſehen wurde, die mit Kornblumen, den Blumen der Jahreszeit, verziert war. Und wurde auch angedeutet, daß Fürſt Gallitzin Sie nach Sachſen in einem weißen Betttuche lebend oder todt zurückgeſchickt habe, ſo würde ſich doch der Nevskoi⸗Proſpect viel mehr dafür intereſſiren, ob der Kaiſer für irgend ein Regiment Küraſſiere Schabracken von Leopardfellen angeordnet habe, oder daß ein neues Ballet bei Bols⸗ kay wiederholt gegeben werde.

Mit all Ihrer Geiſteskraft werden Sie, belle Princesse, in den Irrthum irgend eines Schwachen verfallen, der da glaubt, daß die Sonne aufhören werde, auf⸗ und unterzugehen, weil die Cotterien feind⸗ ſelig geſinnt, oder weil der Czaar ungnädig. Wenn Sie gleich mir in der vergangenen Nacht das bleierne Gewicht einer Geſellſchaft auf ſich gefühlt hätten, die vier Stunden lang ihrer Unterhaltung in„La Mouche“ blos darum fand, weil nicht Eines von uns dem An⸗ dern ein Wort zu ſagen hatte, welches die gefälligſte Gefälligkeit zu einem mot erheben konnte, und weil es viel artiger iſt, über die Karten eines Andern zu gäh⸗ nen, als in das Geſicht eines Freundes, dann würden Sie fühlen, im Innerſten des Herzens den Troſt füh⸗ len, was es heißt, in dem Bereiche von einem Dutzend von Theatern zu ſein, ein Dutzend unterhaltender Leute um ſich zu haben, welche dazu beitragen, den zögern⸗ den Lauf der Zeit zu beſchleunigen. Das Abſcheulichſte in Paris iſt ein Paradies gegen das Beſte in St. Pe⸗ tersburg. Was bedeuten einige unbedeutende Carrica⸗ turen? Ein Ruck mit dem ritterlichen Sporn der Rit⸗ terlichkeit iſt leichter zu ertragen, als der Tritt eines hölzernen Stiefels. 1 3

In Zukunft müſſen Sie, theure Fürſtin, ſich mit Rathſchlägen, ſtatt der Neuigkeiten, begnügen. Mor⸗ gen verlaſſe ich St. Petersburg. Ich wünſche einmal etwas zu ſehen, was mehr einem Baume gleicht, als