Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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nehmen und ſich des erſteren zu erfreuen. Nehmen Sie, meine theure Fürſtin, meinen Platz in St. Pe⸗ tersburg ein, nehmen Sie meine Güter in Nowogrod und geben Sie mir dagegen Ihr Geſandtſchafts⸗Hotel mit einer chriſtlichen Geſellſchaft, und unter dem Kreuz⸗ feuer der Batterien des unchriſtlichen Scandals des geſammten Europa's. Lieber eine Marke für das, was in Paris im Wege der Verleumdung geſagt oder ge⸗ ſungen, geſchrieben oder gedruckt wird, als vorwurfs⸗ frei hier ſein, gleich dem Schrein der heiligen Mutter Gottes von Kaſan.

Sie haben nunmeine aufrichtige Anſicht über das Mißgeſchick, welches ſo ſchwer auf Ihrem Geiſte zu laſten ſcheint. Wenn ich Ihnen ſagen würde, daß dieſe

Nachrichten nicht bis zu uns gelangt ſeien, ſo würde dieſes Sie betrügen heißen. Aber hier iſt nicht eines, welches der Sache Aufmerkſamkeit ſchenkt. Der Schiff⸗ bruch der Frau von Erloff hat ſie uns entrückt, und während Ihres kurzen Aufenthalts hier wurden Sie ſelbſt zu wenig perſönlich bekannt, das ſchöne Mädchen

des einen Carnevals wird durch ſchöne Mädchen des

Nächſten verdrängt, und die Fürſtin Sergius Gallitzin

entſchwand ſo ſchnell, daß ſie keine Spur zurückließ. Sie werden daher Ihre Gefühle nicht durch die

Furcht quälen, daß die Augen Europa's auf Sie bli⸗

cken, weil einige wenige alte Damen des Faubourg

St. Germain in ihrem Benehmen kalt, oder einige

junge Männer der Klubbs in ihren Jochen zu unge⸗ ſtüm ſind. Sie werden dieſen Angriff überleben; die

Wunden, welche uns auf dieſe Weiſe beigebracht wer⸗

den, ſind gewöhnlich oberflächlich. So lange ihr Ge⸗ wiſſen rein, iſt keine Urſache zur Kaſteiung gegeben.

Was die üble Deutung in St. Petersburg be⸗

trifft, ſo glauben Sie mir, daß, wenn man auch ernſt⸗ lich überzeugt wäre, daß die Geſandtin in Paris ein

Weib von leichtfertigem Benehmen ſei, man ſich doch

vielmehr dafür intereſſiren würde, daß die Kaiſerin