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ners zu geben und anzunehmen, und ich wurde mit dieſer Pflicht ausgeſöhnt, weil ich bemerkte, daß die ruſſiſchen Gewohnheiten in den deutſchen Bädern, ehe das Laub an den Bäumen ifſ, ſich abgeſchliffen haben, um zu den Regeln des Anſtandes hinaufzuſteigen.
Mein Verkehr mit dieſen Menſchen erſcheint mehr als eine Pflicht, während der mit dem Hotel C... ein Vergnügen iſt. Die Stellung, welche ſie in der fran⸗ zöſiſchen Geſellſchaft erhalten, hängt hauptſächlich von dem ab, was ihr Geſandter ihnen zugeſteht, und es erfordert einigen Takt und vor Allem eine ſorgfältige Beachtung der Wünſche des Kaiſers, um zu wiſſen, wer mit offenen Armen zu empfangen iſt, wer mit Zurückhaltung, wer mit Kälte, wer nachläßig auszu⸗ ſchließen und wer mit Verachtung.
Dieſer Theil meiner Aufgabe iſt am meiſten kri⸗ tiſch, weil ich keine Präcedentien habe, welche das Gedächtniß an das Benehmen der Frau von Rehfeld unter ähnlichen Umſtänden erinnern könnten. In St. Petersburg iſt auch der Bruder oder die Schweſter eines Geſandten, wenn er bei Hofe vernachläſſigt wird, nicht im Stande, durch eine ſolche Verwandtſchaft Bedeutung in der Geſellſchaft zu erlangen. Auch hat unſere arme Reſidenz nicht ſo viele Hin⸗ und Herrei⸗ ſende von genügendem Anſehen abzufertigen, daß fie dieſelben in ihren Soiréen einladet, oder in die com⸗ merciellen Coterien kriechen läßt, welchen ſie natürlicher Weiſe angehören.
Hier geht Alles auf einem ganz verſchiedenen Fuße. Bei den diplomatiſchen Diners, bei Hofe, überall ſind die reiſenden Ruſſen eingeladen, mit ihrem Geſandten ſich zu vereinigen, und es tritt häufig der Fall ein, daß ſie ihrer Einführung in Paris Quellen verdanken, die außer aller Verbindung mit der kaiſerlichen Krone ſtehen, wie z. B. frühere Verpflichtungen des verſtor⸗ benen Königs während ſeines Aufenthalts in Mietau, oder Gefälligkeiten, die ſie in St. Petersburg frühe⸗


