Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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ren Geſandten, oder Reiſenden der franzöſiſchen Nation erzeigten; daher iſt der Auftrag oft ſo, daß er Verle⸗ genheit bereiten könnte..

Der engliſche Geſandte hatte, wenn auch die eng⸗ liſche Regierung aufmerkſam auf ſolche Gegenſtände wäre, während ſie ganz gleichgültig dagegen iſt, ver⸗ gleichsweiſe eine ſehr leichte Pflicht. In wenigen Stunden bringt der Telegraph Neuigkeiten nach Eng⸗ land; in zwei Tagen bringt ein Courier Inſtruktionen, der Geſandte kann ſeine Unterbandlungen, die Geſand⸗ tin ihr Benehmen nach den Befehlen ihres Hofs ein⸗ richten, ohne ein Protokoll oder eine Einladung unter Vorbehalt anzunehmen.

Unſere Stellung iſt viel ſchwieriger. Der Reprä⸗ ſentant Rußlands muß ein Mann ſein, der im Stande iſt, auf eigene Autorität zu handeln, ein Mann, der mehr verſteht, als eine blos in die Augen fallende Schau⸗Puppe mit einem gewandten Secretäre, der a neun Zehntheilen das Weſen eines Geſandten

ildet.—

Hinſichtlich meiner Erleichterung in dieſen Punk⸗ ten iſt mir die Correſpondenz Deiner Mutter unſchätz⸗ bar. Ehe ich Rußland verließ, waren uns zahlreiche Briefe mit Inſtruktionen zugeſtellt, und das perſönliche Vertrauen, welches der Kaiſer auf den Fürſten Gal⸗ litzin ſetzte, ſchien uns unſern Weg gerade vorzuzeich⸗ nen. Aber es ereignet ſich manchmal, daß ein Kieſel ein eben ſo großes Hinderniß für das Fortgehen einer Maſchine als ein Felsſtück iſt, und viele dieſer kleinen Perſonagen hier, über welche mir mein eigenes Urtheil und meine eigene Handlungsweiſe überlaſſen wurde, bringen mich außerordentlich in Verlegenheit. Ich würde ſehr erfreut ſein, wenn ich im Stande wäre, dieſe Landsleute meines Mannes nach meinem Gefühle gerne oder nicht gerne zu empfangen; allein dies iſt unmöglich.

In dieſer Beziehung kannſt Du, theure Margue⸗