Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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anklagen, die Veranlaſſung zu dieſer verhaßten Hei⸗ rath, wie Sie ſie nennen, gegeben zu haben, indem ich der Fürſtin Gallitzin eine Leidenſchaft für Paris einflößte, die ſie dahin gebracht hat, wo ſie iſt, che⸗ nous, et chez elle. Aber Sie thun mir zu viel Ehre — oder Unehre an, indem Sie mir dieſe weitaus⸗ ſehenden Plane zuſchreiben. Da Sie zur Familie ge⸗ hören, darf ich Ihnen ohne Scham geſtehen, daß ich bei der ganzen Sache mehr der Gefoppte, als der Fopper ſelbſt war.

Ihren Gefühlen muß ich vollkommen beiſtimmen. Während Ihres ganzen Lebens haben Sie viel zu wagen— und viel Bitteres zu erdulden. Der Ruin eines ehrwürdigen Vaters— ſeine Verzweiflung, ſein Tod— durch die Verſchwendung und den Leichtſinn ſeiner Gemahlin erzeugt, ſind, ich gebe es zu, hin⸗ reichende Gründe für den Verfall der kindlichen Ehr⸗ furcht, welcher Ihren letzten Brief charakteriſirte. Hätten Sie immer eine glückliche Heimath beſeſſen, ſagen Sie, hätten Sie bei Ihrer Volljährigkeit von Vater oder Mutter mit Rath unterſtützt werden kön⸗ nen, ſo wären Sie nie in jene Ausſchweifungen ver⸗ fallen, welche, wie ich fürchte, noch einen übeln Ein⸗ fluß auf Ihre Laufbahn üben können, wenn einer jener zahlloſen Spione, mit denen Euer Hof angefüllt iſt, die geheime Urſache der Verbindung Ihrer Schweſter

zu den Ohren des Kaiſers bringen ſollte.

Um ihm Gerechtigkeit widerfahren zu laſſen, muß ich bemerken, daß die Liebe von Nikolaus für das Andenken ſeines Erders und das Andenken derjenigen, welche demſelben dienten und ihn liebten, geeigneter iſt, ihn in einem ſolchen Falle zu einem ſtrengen, ſtatt zu einem milden Richter zu machen. 3

Ich will nicht bei Uebeln verweilen, welche Sie

bitter gefühlt und bereut haben; nur zu gut begreife

ich den Kampf Ihres Geiſtes, als Sie bei Ihrer An⸗ kunft hier, voll Entrüſtung über Ihre Mutter, voll