Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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Haß gegen die Rehfeld's, vorbereitet, jedes hülfreiche Anerbieten zurückzuweiſen, keinen Rath anzunehmen und jedes Glied der Familie mit Geringſchätzung zu behandeln, in dem Hauſe, zu dem Sie Ihr Muth und Ihr Zorn brachte, ein ſo reich begabtes Weſen wie die liebliche Lilie, entdeckten. Aus Allem, wie ſie mir auf Rehfeld erſchien, kann ich mir denken, was ſie für Sie in Petersburg geweſen iſt.

Ich bin überzeugt, daß Ihre Mutter mit ihrer ge⸗ wöhnlichen Doppelzüngigkeit ſogleich, als ſie die Verir⸗ rung Ihres Geiſtes bemerkte, die Hülfe ihrer Stief⸗ tochter aufforderte, um ihren rebelliſchen Sohn zu zäh⸗ men. Ida liebte, zu einer Sache aufgefordert, ſie liebte, zur Theilhaberin einer Liſt gemacht zu werden, und Sie müſſen entſchuldigen, wenn ich viele der Reize, bei denen Sie in Ihrem Briefe ſo lange verweilen, der Emſigkeit zuſchreibe, mit welcher die kaltherzige Schönheit ihre Rolle ſpielte, und, gleich einer Jungfrau in einem Mährchen, durch die Größe ihrer Reize die Grauſamkeit eines wilden Anſtürmenden zähmte.

Alles, was ich jetzt noch als Ermahnung ſagen kann, iſt:„Rufen Sie Ihre Neigungen wieder ſo ſchnell zurück, als ſie Ihnen entwiſcht ſind. Ich weiß gewiß, die Fürſtin hat Ihrer, ſeit dem ſie Petersburg verließ, keinen Augenblick mehr gedacht. Solch eine Treuloſig⸗ keit ſollte Ihren Zorn erregen; aber Ehrlichkeit iſt nicht nur die beſte Politik, ſondern auch in dieſem Falle die wahrhaftigſte Freundſchaft.

Ihr einziges Streben geht darauf aus, ihre Wich⸗ tigkeit hier, und den Einfluß des Fürſten bei der Re⸗ gierung in ſeinem Lande zu behaupten: Ihren Inſtruc⸗ tionen von Petersburg zu genügen, oder, wenn mög⸗ lich, ſie zu übertreffen, iſt das Studium ihres Lebens, und könnten Sie das Benehmen ſehen, welches dieſe achtzehnjährige Syrene— dieſe Taube mit der Arg⸗ liſt einer Schlange— gegen die Perſonen annimmt, welche für die gegenwärtige Politik des ruſſiſchen Ca⸗