Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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In jenem Augenblicke kamen Sie nach Petersburg, von der wachſenden Verlegenheit Ihrer Lage faſt bis zum Wahnſinn getrieben; und voll Zorn über die Heirath Ihrer Mutter, doch durch Ihre eigenen Un⸗ klugheiten des Rechtes beraubt, ihr darüber einen Vor⸗ wurf zu machen. In dem erſten Augenblick, in welchem ich Sie ſah, beſchloß ich, Ihre guten Dienſte zum Beſten Elvinſtons gegen den wollkopfigen Landjunker zu gebrauchen, der ſich auf Rehfeld in Ihrer Schweſter Gunſt eingeſchlichen zu haben ſchien. Bald bemerkte ich jedoch, daß meine Einmiſchung überflüßig ſei. Ihre unglückliche Lage in jenen Momenten ließ es Mar⸗ guerite unumgänglich nothwendig erſcheinen, daß ſie auf ihren Brautſchatz verzichten und ihre mädchenhaften Grillen aufopfern müſſe, indem ſie die Gattin eines der reichſten Männer in Europa, und eines der beſten Menſchen der Welt würde.

Soweit wäre nun Alles gut! Ich war zufrieden. Ihre Schwierigkeiten waren beſeitigt, und ſo auch die von Lord Elvinſton. Aber ich hatte Ida noch nicht verziehen, welche in Petersburg ein Privilegium der Schönheiten, das der Impertinenz, gegen mich annahm. Ueberzeugt, daß Gallitzin, der ein ſo ſchlauer Berech⸗ ner iſt und hauptſächlich die Hand Ihrer Schweſter, als der Tochter eines verſtorbenen Günſtlings des ver⸗ ewigten Kaiſers und einer noch lebenden Favoritin der Kaiſerin, nachgeſucht hatte, in der Verbindung mit einem Fräulein von Rehfeld nichts finden würde, was ſeine Intereſſen befördern könnte, ließ ich keine Ge⸗ legenheit unbenützt vorüber gehen, ihre Augen mit glän⸗ zenden Gemälden von der Stellung zu blenden, welche Marguerite als ſeine Gattin behauptet haben würde.

Ich ſprach von Paris, wie ſelbſt nie die alte The⸗ reſe davon ſprach, ich ſchilderte die Faubourg⸗Geſell⸗

ſchaft wie ſie es zu thun nicht vermochte; und nach

und nach entſtand eine ſolche Gährung von Eitelkeit