Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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wird daher ſein, mich über die Stellung, welche ich erhalten habe, erhaben zu zeigen.

Wenn ich betrachte, daß ich kaum vor einem Jahre in der langweiligen Dunkelheit von Rehfeld verloren war—(welch' ein Leben ich hatte, kaum der Mühe werth zu leben) wenn ich mich erinnere, daß mein größter Ehrgeiz darin beſtand, an der Spitze der un⸗ gebildeten Zirkel in der Reſidenz zu ſtehen, welchen

das Brandmal der Mittelmäßigkeit aufgedrückt war;

wenn ich bedenke, daß ſelbſt dieſer armſelige Ehrgeiz durch die Heirath meines Vaters zerſtört wurde, die mich ſogar in meinem eigenen Hauſe zu gärzlicher Unbedeutendheit herabſetzte, und wenn ich dagegen mich jetzt betrachte, ſehe, was ich jetzt bin und noch mehr, was ich zu werden beabſichtige, dann wage ich mich kaum zu fragen, was wohl die Zeit, deren Wechſel mir bisher ſo günſtig war, noch in ihrem Schooße für mich bergen könne?

Denn glaube nicht, theuerſte Marguerite, daß ich in Paris bloß jenes köſtliche laissez aller ſeines Da⸗ ſeins genieße.

Obgleich bezaubert von den majeſtätiſchen Hallen der Tuilerien, oder dem angenehmen Ton täglicher Geſellſchaft, in einer Reihe von Salons, in die ich eingeführt bin, ſo hat dieſe Hauptſtadt doch ein dop⸗ peltes Daſein für mich. Ich bewundere das brillante Opernhaus— die eliſäiſchen Felder mit Wagen ange⸗ füllt, und die noblen Hotels; ich ſehe mich von liebli⸗ chen Modegöttinnen umgeben, deren Abwechſelung von Kleidern das Herz unſerer guten Kaiſerin entzücken würde; ich nehme Huldigungen an und lauſche mit Vergnügen einer pikanten Auflage der letzten bons⸗ mots, von einem Müſſiggänger des engliſchen Klubbs oder einem élégant— des Hotels de C...., ausge⸗ ſprochen. Trotz dem Allen laſſe ich das Paris meiner

Studien nicht außer Augen— das Paris meiner Träume; das Paris der alten Zeiten, wo das Weib