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nerin eines Landes, deſſen Geſetze frei ſind, und was unſere verwandtſchaftliche Stellung betrifft, ſo habe ich bereits angefangen, Dir ſelbſt das Buch meiner geheimſten Gedanken zu entfalten, und werde es auch ferner thun, vorausgeſetzt, ich wiſſe beſtimmt, daß kein Wort, welches immer aus meiner Feder kommen ſollte, zu dem Auge oder Ohre einer dritten Perſon kommen wird. Dein Mann hat mir auf meine Bitten ein heiliges Verſprechen gegeben, unſere Korreſpondenz zu ehren, er hat es mir als eine Vergeltung der Geduld gegeben, welche ich mit den Rhapſodien ſeiner Liebes⸗ bewerbungen hatte, und ſeine Sache vertheidigte.
Aus allen dem, was ich zu Ehren Deines und der Moreau ſo geliebten Faubourg geſagt habe, wirſt Du ſchließen, daß daſelbſt ein gleich günſtiges Urtheil über mich gefällt wird. Deine beiden Vettern, Alfred und ſein angenehmer Bruder, welche in alle diploma⸗ tiſchen Zirkel eingeführt ſind, verſichern mir, daß ich Madame Appony an Popularität übertreffe. Es iſt jedoch nicht Popularität, was meinen Ehrgeiz befrie⸗ digt— ich muß Einfluß haben. Die populärſten Leute ſind ja gewöhnlich die wenigſt Einflußreichen. Einfluß iſt Beweis von Ueberlegenheit, während Mittelmäßig⸗ keit eine der Hauptquellen der Popularität iſt. Die Welt iſt aus mittelmäßigen Leuten zuſammengeſetzt; und wir lieben ſelten die, welche ſich über unſere Stufe erheben.
Ich wiederhole daher, daß ich Einfluß haben muß. Ich muß ihn wegen des Fürſten und wegen meiner eigenen Vergnügungen haben. Wäre ich nicht dazu berechtigt, ſo würde ich dieſen Wunſch nicht fühlen.
De Retz hat uns geſagt, daß das Herabſteigen zur Geringfügigkeit, um Größe zu erlangen, eine ge⸗ meine Politik ſei, und ich habe deshalb beſchloſſen, die Spitze der Pyramide durch gerades Auffliegen, gleich einem Adler, und nicht durch elendes und nie⸗ driges Kriechen zu erreichen. Mein erſtes Streben


