Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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genommen— gefühlt wurde. Aber ich kann ſie mir nicht in Verbindung mit jener gaieteé de coeur den⸗ ken, von der Du mir zu meiner Unterhaltung auf Rehfeld manchmal ein Bild zu entwerfen pflegteſt, welches den Grund zu einer Parteilichkeit legte, die Urſache war, mich in dem Faubourg Saint⸗Germain auf alle Fälle einzuquartieren.

Wie oft habe ich früher über die wichtige Miene meiner guten Gouvernante gelächelt, mit der ſie dieſen kabaliſtiſchen Namen auszuſprechen pflegte, der ihr ſo heilig war wie der von Mekka für die Ohren eines Türken; und recht gut erinnere ich mir die augen⸗ blickliche Meinungsänderung, die in Hinſicht auf mei⸗

nes Vaters Heirath in ihrem Geiſte durch die Kunde—

erzeugt wurde, daß die Baronin ein Abkömmling eines hohen Hauſes in jener dreimal geprieſenen Stadt ſei. In der Baronin eine Nichte des Pabſtes zu finden, würde gewiß eine geringere Empfehlung geweſen ſein!

Jetzt fange ich jedoch an, dieſe Bethörung zu be⸗ greifen. In meiner Einſamkeit auf Rehfeld hatte ich gerade von einer ſolchen Welt geträumt, wie ich ſie in dem Herzen des ariſtokratiſchen Viertels von Paris eingewohnt finde; eine Welt, die ſich ſelbſt genügt, ſich ſelbſt verſteht, und groß in ihren Kleinlichkeiten iſt, weil ſie die Neuerungen von größerer Größe bekämpft. Du kannſt Dir keinen Begriff von der Unzugänglichkeit ihres einzigen, magiſchen Zirkels machen. Der kaiſer⸗ liche Zirkel in Petersburg iſt nicht mehr rein aus⸗ ſchließend; aber der kaiſerliche Zirkel von Petersburg, beſitzt, der Himmel weiß es, wenig um die Begei⸗ ſterung jener abenteuerlichen Titanen zu belohnen, welche den Oſſa auf den Helicon ſetzen möchten, um deſſen hohe Seligkeit ermeſſen zu können.

Wie ſeltſam kommt es mir vor, ſo frei und frank ſchreiben zu dürfen, wenn etwas Kaiſerliches betheiligt iſt! Aber wir ſind, Gott ſei Dank, nicht länger in Rußland. Du, theuere Marguerite, biſt die Einwoh⸗