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geheitert hatte; denn nie gefiel mir ein Zirkel beſſer, als der bei der Herzogin von C—. Da die Herzogin ſchon mit dem Fürſten während
ſeines diplomatiſchen Aufenthaltes in Neapel bekannt
wurde, wo der Herzog als Geſandter von Frankreich war, bedurfte ſie kaum einer Aufforderung, uns auf einen vertrauten Fuß mit ihr zu ſtellen. Sie war es im Gegentheil, die mir alle die Damen ihres Zirkels nach einander vorſtellte, indem ſie mich in einem Tone erſuchte, ſie mit meiner bonne grace zu beehren, der mich das Kompliment dieſer Bitte fühlen ließ.
Ich fand Alles ſehr reizend. Nie ſah ich eine Ge⸗ ſellſchaft ſo vollkommen einig. Es war nicht der Abend für die wöchentliche Soirée der Herzogin, wo ſie dann nicht vor einer Ueberfüllung ſicher iſt; denn weil ſie wußte, daß ich nicht vor der Oper zu ihr kommen könne, wurde die Geſellſchaft ausdrücklich eingeladen, mich zu empfangen. Es war unnöthig, daß der Fürſt mir vor ſeinem Eintritte ſagte, der Zirkel der Herzogin
beſtehe aus der Elite von Paris. Wenn es noch et⸗
was Angenehmeres und Ausgezeichneteres geben ſollte,
als ich in der vergangenen Nacht ſah, wie tief muß ic dann in Ihrer und meiner eigenen Achtung nken!
Weder Graf Alfred, noch ſein Bruder wurden zu dieſer Geſellſchaft eingeladen, welche ohngefähr aus zwanzig Damen und dreißig Herren beſtand. Alle Anweſenden ſchienen einander gleich Brüdern und Schweſtern zu verſtehen, doch ohne das geringſte Zei⸗ chen von Familiarität. Worin beſteht dieſes wunder⸗ bare Geheimniß— dieſer bezaubernde Reiz der Pari⸗
ſer⸗Höflichkeit, welche nicht vom Hof ausgeht?—
All' die Anmuth und all' die Leichtigkeit, die ich im königlichen Schloſſe vermißte, fand ich in dem Zirkel der Herzogin von C.... 3 Ich kann jetzt Ihre Behauptung begreifen, daß


