Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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für räthlich hielt, daß wir ſo bald als möglich öffent⸗ lich auftreten, erſchienen wir letzten Abend in unſerer Loge in der königlichen Akademie.

Mein erſter Ausrus bei dem Anblicke des Ballets

.(denn Roſſini's Comte Ory war vorüber, ehe wir im

Stande waren, das erſte Diner der Geſandtſchaft zu verlaſſen) lautete:„Wenn doch nur der Kaiſer und die Kaiſerin dieſes Schauſpiel genießen könnten!“ Da ſie ſchon an der nämlichen Art eines Balletes ſich er⸗ götzen, welches mir meine Unerfahrenheit in Peters⸗ burg als unvergleichlich zeigte, weil ich, von der Pracht geblendet, für die Unvollkommenheit des corps de ballet blind war, was würden ſie von der auser⸗ leſenen Präciſion eines Pariſer⸗Tanzes denken? 1 Was würden ſie zu der unbeſchreiblichen Taglioni agen

Ich konnte jedoch das Ballet nicht ſo genießen, wie ich wünſchte. 3

Vorbereitet, nachher in der Soirée der Herzogin de C.. zu erſcheinen, war es nicht anders möglich, als daß eine neue Geſandtin in vollem Staate die Ehren der öffentlichen Neugierde mit dem Schauſpiele theile, und die Folge davon war eine Reihe von Be⸗ ſuchen in unſerer Loge, zu ehrenvoll, um als beſchwer⸗ lich betrachtet zu werden, da ſich der Herzog de Char⸗ tres, der ſchönſte junge Mann, den ich in Paris ge⸗ ſehen hatte, darunter befand. Graf Alfred und ein älterer Bruder, mit dem er uns bekannt gemacht hat, brachte den größten Theil des Abends bei uns zu, und dies dauerte fort, bis dieſer königliche Beſuch das Zeichen zur Zurückziehung, durch die Etikette veran⸗ laßt, gab. Ich glaube, daß der Glanz eines Schau⸗ ſpiels, welches mir ſo neu wie dieſe ausgezeichnete Pariſer Oper war, von der ich ſo oft geleſen hatte, bis ich des Leſens müde war, und von der ich wähnte, ſie mit Gleichgültigkeit betrachten zu können, mich auf⸗