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wünſchte, dein Grafen Neſſelrode hinterbringen zu önnen.
Wie wir Alle bei unſerer Abreiſe einſtimmig ſpra⸗ chen, ſo gibt es andere Gegenſtände von weit ober⸗ flächlicherer Natur, wenn auch vielleicht gleich wichtig, wie politiſche Anzeichen, welche blos in meinen Privat⸗ und vertrauten Briefen an Sie ſelbſt berührt werden können. Ihr eigener Takt und Ihre Erfahrung wer⸗ den andeuten, wie weit es nöthig ſei, ſie in jenes Revier zu befördern, wo der Erfolg weſentlich iſt.
Am Morgen nach unſerer Ankunft, ehe noch der Fürſt um eine Audienz zur Ueberreichung ſeiner Credi⸗ tive nachgeſucht hatte, wurde mir die Ehre eines Be⸗ ſuches von dem engliſchen Geſandten zu Theil, entwe⸗ der aus Achtung für die Empfehlungsbriefe, welche von Lord Elvinſton und ſeinen Freunden bei der Ge⸗ ſandtſchaft an ihn gerichtet wurden, oder in der Ab⸗ ſicht, ſeine diplomatiſche Freundſchaft mit dem Fürſten durch den ganzen Aufwand ſeiner Artigkeit zu befeſti⸗ gen. Ich fand in ihm in jeder Beziehung einen ſehr angenehmen und einnehmenden Mann, deſſen Beſuche ſowohl in ſeinem Privat⸗, als in ſeinem öffentlichen Stande nicht zu oft wiederholt werden können. za Im Laufe des Abends erhielt ich Beſuche von den öſterreichiſchen und ſpaniſchen Geſandtinnen.
In der erſteren entdeckte ich Alles, was. Sie mir ſagten:— Artigkeit, Bildung und die Ue anan⸗ chen perſönlichen Reizes, aber auch jene inen hohlen Hofton, der ſeinem Weltgebrauche„ und der für Vertrauen und Mißtrauen gleich verhängniß⸗ voll iſt, welches Sie mir als das nächſte beſte Ding bezeichneten, das gegen diejenigen anzunehmen iſt, deren Grundſätze und Meinungen wir zu entdecken wünſchen.
Ich werde Jhren, mir ſo oft wiederholten Rath, keine enge Freundſchaft mit den Damen des diploma⸗ tiſchen Corps zu knüpfen, nicht außer Augen laſſen,


