Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1845)
Entstehung
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da ſich eine ſolche in gewiſſen Zeitpunkten als eine peinliche Verlegenheit beweiſen könnte; und in dieſer Hinſicht fühlte ich die Nothwendigkeit Ihrer Warnung beſonders; denn der matronenartige Ton und die ein⸗ nehmenden Sitten der Madame de Appony würde un⸗ ter andern Umſtänden mein ganzes Vertrauen gewon⸗ nen haben.

Als der Fürſt von den Tutllerien zurück kam, äußerte er ſich mehr als zufrieden mit der Huld Sei⸗ ner Majeſtät. Er hatte einen größern Theil des Mor⸗ gens mit dem Miniſter der auswärtigen Angelegenhei⸗ ten zugebracht, und kündigte mir meine eigene Vor⸗ ſtellung für den kommenden Abend an, da der Hof im Begriffe iſt, nach St. Cloud abzureiſen.

Wenn ich ſelbſt nicht von Ihnen von dem aufge⸗ regten Zuſtande der öffentlichen Meinung und der Eiferſucht, die dem zu Folge in der königlichen Fami⸗ lie ſich erhoben, benachrichtigt woden wäre, ſo würde ich aus gewiſſen Sonderbarkeiten in den Sitten Carls X. geſchloſſen haben, daß ſich ſeine Gefühle in jenem Zuſtande befinden, der aus dem Bewußtſein hervor⸗ geht, ſich zur Ausübung ſtrafbarer Dinge und zur An⸗ nahme eines außerordentlichen Betragens geſtärkt zu haben. Meine Erfahrungen in der Welt ſind nur we⸗ nige, aber ſie wurden vor Kurzem mit vielen Wechſeln ergänzt, und ich glaube, daß wir durch öfteres Hinab⸗ ſteigen e Tiefen unſerer eigenen Herzen, durch ſorgfäͤl Prüfen unſerer Motive, und durch das Verbin erſelben mit dem Reſultate, und des Re⸗ ſultats mit dem Anſcheine Anderer, beinahe eben ſo viel von der menſchlichen Natur lernen können, wie durch ein ausgebreitetes Studium der Menſchen.

Von dem Augenblicke an, in welchem Mademoi⸗ ſelle Moreau zur Erheiterung meiner trübſeligen Stun⸗ den auf Schloß Rehfeld, la Bruyère und la Roche- foucault als ein modernes Seitenfück der Werke eines Seneca und Cicero, welche in den Unterrichtsſtunden